Kann man seine Ernährungsgewohnheiten ändern?

Unter Ernährungsgewohnheiten verstehe ich bewusst oder unbewusst antrainierte Essgewohnheiten. Bewusste Ernährungsgewohnheiten sind meist positiv, denn kaum jemand wird absichtlich Essen in sich hineinstopfen, von dem er weiß dass es nicht gut für ihn ist. Bewusste Ernährung ist meist gesund und ausgewogen. Das Problem sind die Ernährungsfehler, die sich unbewusst in unser Leben eingeschlichen haben. Ein typisches Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz von früher: Das süße „Etwas“ zum Nachmittagskaffee. Das musste einfach sein. Ein Stück Kuchen, ein paar Kekse oder Schnitten – ohne das ging es einfach nicht. Das war eine selbst antrainierte Gewohnheit.

Ein Bewusstsein für die eigenen Ernährungsgewohnheiten entwickeln

Bevor man an einer Sache etwas ändern kann, muss man die Fakten kennen. Sich unliebsame Ernährungsgewohnheiten bewusst zu machen ist daher ein unabdingbarer Schritt in die richtige Richtung. Nicht umsonst heißt es schließlich, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Es ist daher hilfreich, sich über einen gewissen Zeitraum hinweg selbst zu beobachten und festzustellen, was man wann und warum isst. Ein Ernährungstagebuch hilft dabei.

Ernährungsgewohnheiten ändern

Das Problem mit falschen Ernährungsgewohnheiten ist, dass man sie gewohnt ist. Darum heißen sie ja auch so. Gewohntes zu ändern ist mitunter ganz schön schwer. Man muss mit einer liebgewonnenen Tradition brechen, eine festgefahrene Routine ändern. Tut man das, hat man meist das Gefühl, dass einem etwas fehlt. Hat man aber das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen, werden selbst die besten Vorsätze meist nicht lange durchgehalten. Daher gilt es, neue Traditionen und Rituale zu schaffen und die alten Gewohnheiten dadurch zu ersetzen. Also Alternativen schaffen. Wer es z.B. gewohnt ist, abends vorm Fernseher eine Tüte Chips zu knabbern, kann die Chips vielleicht durch Gemüesticks oder Gemüsechips ersetzen. Wer auf das süße Teilchen zum Kaffee nicht verzichten kann, wählt statt der fetten Sahnetorte vielleicht nur 1 oder 2 Vollkornkekse.

Ernährungsgewohnheiten ändern bringt dauerhaften Abnehmerfolg

Wer es schafft, seine Essgewohnheiten ehrlich unter die Lupe nehmen und schrittweise das eine oder andere zu ändern und zu verbessern, tut sich selbst viel Gutes. Im Gegensatz zu radikalen Diäten kann man auf diese Art dauerhaft – wenn auch vielleicht etwas langsamer – abnehmen und das Gewicht dann auch halten. Mit der Zeit werden die Ess-Alternativen zu neuen liebgewonnenen Ernährungsgewohnheiten.

One thought on “Kann man seine Ernährungsgewohnheiten ändern?

  1. […] Man entwickelt beim Einkaufen gewisse Gewohnheiten. Früher war eine meiner Gewohnheiten, dass ich bei jedem Einkauf das Süßigkeitenregal aufsuchte und dort auch immer reichlich zugeschlagen habe. Ich bin kaum jemals ohne Schokolade und Kuchen von einem Einkauf zurückgekommen. Und diese Sachen wurden dann natürlich auch gegessen. Mittlerweile habe ich meine Gewohnheiten geändert. Um das Süßigkeitenregal mache ich meist einen großen Bogen. Ich gehe dort gar nicht mehr durch. Stattdessen gibt es andere Lebensmittel, die ich bei so ziemlich jedem Supermarktbesuch einkaufe. Dazu zählt frisches Gemüse und Obst nach Saison, Magerquark, ungesalzene Nüsse, Bio-Eier, Natur-Joghurt, Tiefkühlgemüse. Ich suche gezielt nach diesen Dingen, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Genauso wie ich früher ganz automatisch ins Süßigkeitenregal gegangen bin. Einkaufsgewohnheiten lassen sich also durchaus verändern! Und das führt letztendlich auch zu einer Veränderung der Essgewohnheiten. […]

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