Vitamine im Winter? Die Sprossenküche hilft

Vitamine und Mineralstoffe braucht jeder von uns ausreichend. Im Sommer, wenn die Marktstände überquellen mit frischen erschwinglichen Gemüsen und Früchten, ist es kein Problem sich gut zu versorgen.

Im Winter fällt es nicht ganz so leicht, besonders wenn die Geldbörse mager ist und man nicht immer Lust hat auf Möhren, Sellerie, Kartoffeln und Kohl.

Eine gute und preiswerte Möglichkeit sich täglich mit frischen Nährstoffen zu versorgen, ist die Sprossenküche. Man züchtet auf feuchten Küchenpapier beispielsweise Kressesaat und kann nun täglich frische Kresse ernten. Auf Dauer ist das aber auch eintönig. Probieren Sie mal andere Sprosse wie Luzerne, oder Senf aus. Beides keimt sehr gut auf Küchenpapier. Ich habe ein paarmal fertige Kressesprossen gekauft und benutze die Schalen jetzt weiter. Es geht ganz einfach indem man sie mit gefalteten Küchenpapier auslegt und das Papier ordentlich anfeuchtet.

Sprossenschalen

Mein Frühstück besteht seit längerer Zeit schon aus einer Schnitte Vollkornbrot bestrichen mit einer dünnen Schicht Hefepaste und einer dicken Schicht Magerquark, auf die ich nach Belieben frisch geerntete Sprossen streue. Das wird mir nie langsweilig weil ich immer wieder andere Sprossen nehme und so sehr viele Geschmacksrichtungen ausprobieren kann. Ein paar Scheiben dünn geschnittene Gurke dazu und noch einen Apfel hinterher gegessen und ich starte gut versorgt in den Tag.

Wenn ich es üppig will, dann mache ich mir aus Apfel, Orange und frischem Staudensellerie einen Salat und bestreue ihn noch mit Luzernesprossen.

Auch für Suppen und Eintöpfe sind Sprossen gut geeignet. Eine leichte Linsensuppe mit Tofu bekommt den besonderen Pfiff durch eine Handvoll Sonnenblumensprossen und Linsensprossen. Vielleicht noch Senfsprossen und Bockshornkleesprossen dazu und man bekommt eine Suppe die nur so von Nährstoffen strotzt und doch kalorienarm ist.

Sonnenblumen und Linsensprossen züchtet man aber besser in Weckgläsern oder in tiefen Tellern, sie brauchen kein Küchenpapier.

Wichtig ist es dass man die Sprossen erst ganz zum Schluss an die Suppe gibt und nur noch etwas warm werden lässt, damit sie knackig bleiben.

Die Sprossenzucht hat mehrere Vorteile.

Erstens ist sie preiswert. Man kann mit ganz wenig Samen eine große Menge sehr frischen Salat bekommen. Nimmt man Bio-Produkte und gutes Wasser, bekommt man Biogemüse von der Fensterbank.

Zweitens ist sie eine sehr vielseitige Bereicherung der Alltagsküche. Mit ein paar Veränderungen kann man ganz neue Variationen zaubern. Zum Beispiel schmeckt ein klassischer Obstsalat aus Äpfeln, Orange und Bananen sehr gut mit einer Handvoll Luzernesprossen oder Sonnenblumensprossen bestreut.

Die Sprossen helfen einem im Winter gut dabei, die von der DGE empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen.

Und eine Sache liegt mir noch am Herzen. Man bekommt eine ganz neue Achtung vor der Nahrung, wenn man sieht wie aus einem kleinen Samenkorn etwas so knackig frisches, köstliches und vor Inhaltstoffen strotzendes Gemüse wird. Und das nur mit Hilfe von Wasser Licht und etwas Pflege.

Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein und um sich im Winter mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, braucht man keine teuren importierten Früchte und erst recht keine teuren Pillen und ACE-Produkte.

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