Sport dämpft die Lust auf Schokolade

Im Moment merke ich wieder deutlichk, wie direkt der Zusammenhang zwischen Schokoladengier oder allgemein der Gier nach Süßem und dem Sport, bzw nicht gemachten Sport, existiert.

Durch meinen Bandscheibenvorfall hatte ich eine unfreiwillige Sportpause. Am Anfang war ich völlig lahmgelegt und bekam nur Manuelle Therapie, später habe ich dann Krankengymnastik an Geräten gemacht, was schon besser war, aber das richtige Auspowern hatte mir gefehlt.

Das Resultat war, dass ich immer und immer wieder meinem Hunger nach süßen Seelentröstern nachgegeben habe.

Ich kannte den Mechanismus und wußte dass es im Moment einfach so ist. Ich hatte Dauerschmerzen, war gefrustet, hatte Angst um meinen Rücken und war gelangweilt weil ich nicht das machen konnte was ich wollte. Gleichzeitig hatte ich viel zu viel Zeit zum Grübeln, was mir auch nie gut tut.

Also habe ich mir gesagt dass das nur eine Phase ist und dass ich die Schokolade eben ab und zu brauche, ich habe sozusagen Schadensbegrenzung gemacht.

Dann bekam ich vom Arzt das OK zum Sport und meldete mich sofort in einem Studio an. Und seit dem Tag an dem ich dort mein erstes Spinning gemacht habe, bleibt das Glas mit Schokoaufstrich unangerührt und eine Tafel Schokolade liegt noch herum und sie reizt mich überhaupt nicht.

Zu Beginn des Training hatte ich hinterher noch so viel Hunger, dass ich an Trainingstagen immer reichlich gegessen hatte, aber die Energiebilanz stimmte immer noch. So langsam merke ich aber den Effekt, dass ich nach einem guten Training eher weniger Hunger habe. Das kommt aber nur, wenn ich etwa zwei Stunden vor dem Training ausreichend und richtig gegessen habe.

Es sind wohl die Glückshormone die mich tragen und da brauche ich keine Schokolade mehr.

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