Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Mein Erbe in Ernährungsfragen

14 Jun

Autor: Karin - Kategorie: Allgemein, Blog KA-Rit, Diätirrtümer und Diätmythen

Die letzte Zeit denke ich viel nach, woher meine, manchmal reichlich verqueren Vorstellungen zur Ernährung kamen. Ich muss es leider sagen, da haben meine Eltern so einiges verkorkst.

Als Kind und auch als Jugendliche war ich sehr schlank, meine Schwester ist älter, und war immer extrem dick. Meine Mutter ist leicht übergewichtig gewesen, mein Vater normalgewichtig. Ich nahm zu, als ich mit der Pille begann. Damals konnte ich einfach nicht klar kriegen, dass es vom Essen kam. Ich meine, vom Kopf her wusste ich es natürlich, aber nicht vom Erleben und Fühlen.

Das Übergewicht meiner Schwester habe ich nie mit zuviel Essen in Zusammenhang gebracht. Sie as auch nicht übermäßig viel, und trieb sehr viel Sport. Später erfuhr ich erst das sie eine Schilddrüsenerkrankung hat. Manchmal sind es eben doch die Drüsen.

Bei meiner Mutter stellte sich später heraus, dass sie ihr Gewicht mit Abführmitteln regulierte. Sie hatte uns früher immer erzählt, dass sie den Sennesschotentee nur trinke weil sie Verstopfung hat. Haa, später habe ich denn mitgekriegt, dass sie nach Feiern und ähnlichen Anlässen mit viel Essen, Ducolax und ähnliche Tabletten in sich tat um ja nicht zuzunehmen. Meine Mutter konnte recht haltlos sein was Essen und Alkohol betraf.

Mein Vater nun as ziemliche Mengen, und trank auch regelmäßig sein Bier. Aber er war Heizungsmonteur von Beruf und hat jeden Tag schwer körperlich gearbeitet. Doch das war für mich als Kind ja nicht realisierbar.

Ich glaube so wurde der Grundstein zu meinem Übergewicht gelegt. Wie gesagt bis 14 – 15 war ich sehr schlank. Dann nahm ich die Pille und lernte Bürokauffrau. Also einen Beruf in dem ich wenig Bewegung hatte. Ausserdem trank ich in der Zeit gerne Bier und so wurde der Grundstock gelegt.

Essen und Wohlbefinden gehörten bei uns zu Hause zusammen. Das war so. Wenn gefeiert wurde, dann bogen sich die Tische. Wenn wir zusammensaßen gehörte eine kräftige Mahlzeit dazu. Später denn, als ich in der Depression hing, versuchte ich dieses Wohlbefinden übers Essen zu erreichen, bis das Essen zur Sucht geworden war. Ich hatte zu der Zeit schon lange mit meinem Elternhaus gebrochen, aber die alten Konditionierungen funktionierten immer noch. Dazu kam, dass mein Übergewicht mich vor sexuellen Übergriffen schützte. Aber da war eben auch permanent die Traurigkeit darüber fett zu sein, und noch immer die Unfähigkeit zu sehen, dass nur eine konsequente Ernährungsumstellung mir helfen konnte. Ich dachte da immer noch, ich kann weiter so essen, ich muss mich nur mehr bewegen. Daran hinderte mich aber die Depression die mich in meinen eigenen vier Wänden hielt. Also wieder Frust, wieder essen!

Ich will sicher keinem die Schuld geben, dass ich in diesem Maße übergewichtig geworden bin. Meine Eltern und ihr Verhältnis zur Nahrung kann ich verstehen. Beide entstammen der Kriegsgeneration und sind Nahrungsmittelbeschränkungen und auch Hunger gewöhnt gewesen. Kein Wunder also, dass für sie Essen bis der Arzt kommt, der Gipfel des Luxus war. Für mich war das aber nicht hilfreich. Dazu kam, dass sie gerne damit angaben, dass ich als Kind und Jugendliche Unmengen verputzen konnte ohne zuzunehmen. Ich denke da lag auch was schief. Wie auch immer, was damals versäumt wurde muss ich heute lernen und es macht auch Spaß das zu tun. Aber ein wenig Traurigkeit ist da doch, und der Wunsch das es für andere besser läuft. Darum trete ich auch für einen vernünftigen Ernährungsunterricht in Schulen ein. Der müsste meiner Meinung nach Pflichtfach werden.

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