Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Essen nach Stimmungen

17 Jul

Autor: Requendel - Kategorie: Allgemein, Blog Requendel, Ernährung in der Menopause

Nachdem ich gestern ein altes Muster bei mir erkannte, das mich immer wieder zum zu viel Kuchen essen gebracht habe, ist mir noch einmal klar geworden wie wichtig ist es sich genau zu überlegen und zu erspüren was man jetzt eigentlich wirklich will.

Ich habe gemerkt dass ich ganz oft nicht das esse was ich eigentlich will, weil ich mit für meinen Mann koche und es irgendwie immer einen Kompromiss geht. Wie ausgeprägt muß das dann in einer Familie mit Kindern sein?

Bei mir sind es vier Punkte, die immer mal ihre Priorität wechseln.

  • Kalorienarm
  • Schmackhaft und gesund (ist für mich nicht zu trennen)
  • preislich im Rahmen
  • keine stundenlange Arbeit (außer für spezielle Situationen und lieben Besuch)

Was von den Punkten an erster Stelle steht, wechselt öfter mal.

Nun habe ich mich dabei ertappt das Kochen, das Essen einzusetzen um Stimmungen hervor zu rufen. Ich wollte meinen Mann in gute Laune versetzen mit Hilfe eines Apfelkuchens. Wie blöd. Mein Mann hat andere Muster als die die ich ihm überstülpen wollte. Ich habe versucht mit ihm das Gleiche zu machen wie meine Mutter mit mir gemacht hat.

Ich habe das Muster zum Glück erkannt und brauchte es deswegen nicht zu bedienen. Ich habe aber auch gelernt immer weiter aufmerksam zu bleiben, was meine Essgelüste angeht. Die wichtige Frage die alles entscheidet ist immer:

„Will ich das jetzt wirklich essen und lohnt sich der Aufwand der Zubereitung, die Kalorienaufnahme und der Preis um diesen Genuß zu bekommen?“

Sollte ich zu der Ansicht kommen dass ich das jetzt nicht brauche, kann ich ganz gelassen bleiben und wenig bis überhaupt nichts davon essen. Ja ich brauche es nicht einmal zuzubereiten, ich kann mich weiter den Dingen widmen die mir im Moment wichtiger sind und die mir wirklich gut tun.

Falls es wirklich so ist dass mein Mann jetzt unbedingt einen Apfelkuchen will kann er sich einen kaufen gehen oder er kann sich selbst was zubereiten das dem nahe kommt. Oder er kann mich ganz lieb darum bitten einen zu backen. Ich mache ihm gerne eine Freude und ich backe gerne, also hat er gute Chancen um diesen Kuchen zu bekommen und ich habe gute Chancen mich mit einem halben bis einem Stück davon zu begnügen. Es ist jetzt kein Zwang dahinter.

Es ist seltsam, im Moment arbeite ich intensiv daran diese Muster zu erkennen und auszuräumen. Seitdem ich für mich realisiert haben dass ich in den Wechseljahren bin, stelle ich plötzlich alle möglichen Rollenmuster in Frage und versuche diese zu sortieren und noch mal zu überprüfen ob ich sie weiter bedienen möchte oder nicht. Ich habe immer weniger Lust dazu Mutter zu sein und mich meinem Mann gegenüber wie eine Mutter zu verhalten. Dabei treffe ich oft auf Muster die mit dem Essen zusammen hängen. Seitdem ich auf dieser Spurensuche bin, fällt es mir nicht schwer mein Gewicht zu halten, obwohl ich absolut keine Diät mache und nicht einmal großartig ans Abnehmen denke.

Wenn man öfter mal einen Stoßseufzer tut und fragt was man den machen soll, die Familie würde es ja verlangen dass man die gewohnten Sachen weiter kocht, dann lohnt es sich die Familie mal zu fragen ob das wirklich so ist.

Reden Sie mit Ihrer Familie über ihren Plan abzunehmen und fragen Sie ob es denn wirklich jeden Sonntag ein mächtiger Kuchen sein muß oder ob auch mal ein Obstsalat mit Keksen dazu reicht, oder einfach nur eine Quarkspeise.

Essen Sie nur das was sie wirklich wollen. Und wenn Sie das nicht essen wollen und auch keine Lust haben das zuzubereiten, dann nehmen Sie sich das Recht heraus das einfach bleiben zu lassen. Vielleicht gibt es erst Proteste, aber vielleicht entwickeln sich ganz andere Gewohnheiten, die das Familienleben sogar bereichern.

Ein Beispiel kommt nun aus der Familie meines Mannes. Traditionell gab es bei denen Heiligabend ein großes Essen und am ersten Weihnachtstag schon wieder die Gans mit Kartoffelklößen und Rotkohl. Die Mutter war im Stress um beide Essen zuzubereiten und fand kaum Zeit sich zu entspannen und den Abend zu genießen. Ein ganz übliches Muster das bestimmt ganz viele Familien kennen. Irgendwann hatte mein Mann (der schon erwachsen war aber zu Weihnachten noch nach Hause fuhr) die Nase voll von dem Gestöhne und Gejammere, denn die Stimmung der Mutter ging natürlich auch auf die Familie über.  Er übernahm das Essen für den Heiligabend und kaufte eine Reihe edler Käsesorten, verschiedene Brotsorten und bereitete zwei Salat zu. Das Essen stand büffetartig angerichtig auf dem Tisch und jeder bedienste sich nach Laune.

Ich habe das nicht mit bekommen, damals kannten wir uns noch nicht, aber aus Erzählungen meiner Schwiegermutter war das ein echtes Erlebnis für die ganze Familie und die Heiligabend-Käse-Tradition wurde fortgesetzt auch als mein Mann schon lange nicht mehr alle Weihnachtstage bei seiner Mutter verbrachte.

Manchmal reicht ein kleiner Anstoß um kalorienreiche Muster zu ändern und dabei noch gute Laune zu gewinnen weil man nicht mit Widerwillen kocht.

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