Essen in Stresssituationen und Trauer

Gestern ist mir aufgefallen, das sich mein Essverhalten in Trauerzeiten verändert hat. Wir haben gestern eine nicht ganz so schöne Nachricht erhalten, ein Bekannter von uns, eine toller Künstler der wunderschöne Sachen mit Ton gemacht hat, hat sich das Leben genommen. Der Mann gehörte nicht zu unserem näheren Kreis, aber wir kannten ihn und sind mit seinem besten Freund und dessen Frau befreundet. Also war der gestrige Tag der Trauerarbeit gewidmet. Wir trafen uns, redeten und versuchten das Unfassbare zu fassen. Wie immer stand bei solchen Gelegenheiten der Tisch voller verführerischer Leckereien. Ich glaube das gehört einfach für die Hinterbliebenen zum Tod: Es muss gegessen werden! Das Leben muss genährt werden. Aus früheren Situationen ist mir ja nun durchaus bekannt, dass ich mein Leben in solchen Momenten gerne übermäßig genährt habe.

Als wir nun gestern zusammen sassen habe ich gar nicht so sehr auf das Essen geachtet, und ehrlich gesagt auch nicht wie viel ich gegessen habe oder ob. Als wir nach Hause kamen meinte Mann dann: Du solltest noch was essen, von den paar Happen kannst du nicht satt sein! Als ich es denn rekapitulierte merkte ich, dass ich wirklich nur 1 halbes Brötchen gegessen hatte und eine Banane. Ich war bass erstaunt! Früher hätten die anderen sich ranhalten müssen, sonst hätten sie nichts mehr gekriegt.

AIQUM hat wirklich viel bewirkt. Die Auseinandersetzung mit den eingefahrenen Verhaltensmuster ist wirklich nötig und bringt auf die Dauer eine Verhaltensänderung.

KA-Rit

About Karin

Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet, Beruf: Hexe und Künstlerin was beides zusammengehört. Seit Februar 07 bin ich bei AIQUM um mein Übergewicht endgültig weg zu kriegen und habe in dieser Zeit 16 kg abgenommen, so um und bei. :-)
PS: Nach einem Jahr Pause bin ich wieder voll in das Programm eingestiegen seit dem 13.11.2009

One thought on “Essen in Stresssituationen und Trauer

  1. Trauer um Menschen…

    Ich schreibe diesen Artikel für einen Freund, der einen geliebten Menschen verloren hat.
    In dem Buch “Der springende Punkt” von Anthony De Mello habe ich zu diesem Thema eine, fast kann man sagen, radikale Sichtweise gefunden, die ich aber …

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