Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Ernährung und Depressionen

10 Feb

Autor: Karin - Kategorie: Allgemein

Wie viele Menschen in unserem Lande leide auch ich an Depressionen. Sie sind nicht immer schlimm und ich muss nicht immer Medikamente nehmen. Also eigentlich Medikamente nehme ich auch nicht wenn es schlimm ist. Nur Johanniskraut.

Wie gesagt ich kenne Depressionen in vielen Schattierungen. Von der leichten depressiven Verstimmung bis hin zu Suizidgedanken. Letztere sind seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Aber es gab einmal eine Zeit und die Erinnerung an diese und an die Erinnerung es könnte wieder so weit kommen sind noch einmal extra bedrückend. Da möchte ich nie wieder hin. Damals habe ich glaube ich gar nicht gewusst das ich Depressionen habe. Ich dachte nur: Hmm, dein Leben ist Scheiße also geht es dir schlecht. Heute weiß ich das zum Teil anders herum ein Schuh daraus wird. Mein Leben war Scheiße, weil es mir schlecht ging. Weil ich gar nicht mehr in der Lage war etwas klar zu sehen, sondern nur im dunklen Loch lag.

Damals habe ich hart daran gearbeitet um aus diesem Loch zu kommen und habe es geschafft. In der Zeit ist mir viel über diese Erkrankung bewusst geworden. So zum Beispiel wie eng das Thema Ernährung und Depressionen zusammen hängen.

Einen großen Teil meines Übergewichtes habe ich meinen Depressionen zu verdanken. Denn wenn immer ich in einer steckte, war Essen angesagt. Ich habe mir mit Süßigkeiten und mit fetten Lebensmitteln den Mund verstopft um nicht zu schreien. Habe mich selber gemästet um einen Grund zu haben nicht raus zu müssen. Eine ganze Zeit meines Lebens spielte sich nur in meinem Zimmer ab und einige Jahre war nur der Computer und der Fernseher als sozialer Kontakt da. Mein Mann war zwar da, aber wusste eigentlich nicht was mit mir los war und war wohl auch überfordert. Als ich dann nach dem Erreichen von 160 kg die Notbremse gezogen habe und mich entschieden hatte gegen die Krankheit anzukämpfen, ging unsere Ehe auch endgültig in die Brüche. Interessant ist, dass wir heute befreundet sind, aber ich mich immer mal wieder frage: "Hat der Mann mich in den 10 Jahren unserer Ehe eigentlich wirklich kennen gelernt?" Na, ist ja auch nicht mehr wichtig. Er bemüht sich jetzt und das ist schön. Aber er kann immer noch nicht damit um, dass ich abnehmen will. Immer noch kommt er mit Süßigkeiten an.

Wie gesagt Essen der ungesunden Art war eine Art die Depression zu verstopfen. Das ging natürlich immer schief, da ich schneller Gewicht zu legte als ich gucken konnte. Also war diese Art des Essens eine negativ Erfahrung. Nun hatte ich mich ja entschlossen zu leben und nicht mehr in diesem dunklen Loch zu sein und dazu gehörte abzunehmen. Da merkte ich das Nahrung auch positiv beeinflussen kann. Als ich mit dem Abnehmen anfingt hatte ich keine Lust richtig Diät zu machen, dass wäre mir zu viel Druck gewesen und was viel schlimmer ist, ein Scheitern zu diesem Zeitpunkt hätte mich in eine noch tiefere Krise geworfen. Also habe ich begonnen Kleinigkeiten zu verändern. Habe keine Süßigkeiten mehr gekauft, sondern Obst statt dessen. Statt Käse gab es leckere Tomaten auf Brot und statt fetten Essen, leichte Gerichte. Da fiel mir denn auf, dass diese Art der Ernährung sich positiv auf meine Laune auswirkte. Vielleicht war es nur das Gefühl etwas zu tun, vielleicht aber auch die Vitamine. Ich kann es nicht wissenschaftlich belegen, aber ich habe halt erlebt das alleine ein bunter Obstkorb im Zimmer mir gute Laune macht und mich zuversichtlicher stimmte. Das habe ich nun öfter erlebt.

Seit Anfang Januar bin ich wieder depressiv und diesmal ist es nicht so schlimm. Es ist sicher arg, aber nicht so wie früher und heute setze ich mich mit dem was ist auseinander und ignoriere es nicht. Früher hätte ich niemals jemanden erzählt wie mies es mir geht, heute ist es so. Sicher geht auch vieles schief und es gibt immer noch die Rückfälle in alte Gewohnheiten, sowie gestern. Da habe ich 3 Teller Spagetti, 4 Brötchen mit 60 % Käse, 6 Apfelsinen, 2 Tüten Haribo, 1 Tafel Schokolade und 4 Kugeln Eis in mich gestopft und ich hätte weitermachen können. Als wir dann im Bett lagen habe ich nur noch geheult und mein Mann musste wieder einmal trösten.

Heute morgen habe ich dann Tagebuch geschrieben und danach bin ich auf die Waage. Ein konkretes Ergebnis ließ sich nicht ermitteln, also habe ich das Maßband genommen und laut dem habe 2 cm an der Taille und 3 cm an den Hüften mehr! Das geht gar nicht! Denn wenn ich auch oft nicht weiß was ich will, dass eine weiß ich: Ich will nie wieder dahin zurück wo ich vor 5 Jahren war. Niemals. Ich habe dann einen Neustart bei AIQUM gemacht und nun wird wieder aufgeschrieben und es wird in dem Maße in dem es mir möglich ist, Sport getrieben. Dann habe ich mir einen Obst Teller gemacht und fühlte mich besser. Danach 2 1/2 Stunden Spazierengehen an der Kieler Förde und so langsam sehe ich wieder Land. Ich werde es schaffen ab zu nehmen und irgendwann werfen die Depressiven Phasen mich nicht mehr aus der Bahn, ich lerne immer besser damit umzugehen.

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Kommentare

Sie finden hier 3 Kommentare zu “Ernährung und Depressionen”

  1. Requendel meinte am 11. Februar 2008 - 09:05 Uhr

    Du wirst es schaffen, ganz sicher. Das alles braucht nur Zeit und viel Geduld.
    Das mit den Depressionen ist bei mir genau so, ich kenne Zeiten da habe ich nur noch auf dem Bett gelegen, gelesen und mit einer Hand Essen in den Mund gestopft.
    Das ist zum Glück vorbei und wenn Anflüge davon wieder kommen erkenne ich sie und kann sie in Bahnen lenken.
    Manchmal lege ich mich noch aufs Sofa oder aufs Bett und lese und esse, aber ich überlege mir genau was und wie viel ich esse und ich schreibe es auch auf damit meine Energiebilanz ehrlich bleibt. Und vor allem habe ich kein schlechtes Gewissen mehr sondern sage eher so ein.
    „Hallo Depris, seid ihr auch mal wieder da? Ihr seid zwar nicht willkommen aber wenn ihr schon da seid dann kriegt ihr ohne viel Zetern das was ihr wollt aber nur soviel wie ich will und dann könnt ihr wieder abziehen.“
    Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich rede mit denen wie mit fordernden und gefräßigen Besuch. Der wird möglichst billig und ohne viel Arbeit abgefüttert und möglichst schnell wieder hinausbefördert.
    lg
    Renate

    ID 23

  2. Karin meinte am 11. Februar 2008 - 09:29 Uhr

    Hallo Renate,
    diese lockere Art damit umzugehen strebe ich an. Aber die Erinnerung an den Abgrund ist mir noch zu präsent und die Angst das ich in den Depressionen versinke ist noch zu stark.
    Allmählich weiß ich wie ich sie im Rahmen halten kann, aber eben die Angst ist auch da und ich werde sicher nicht den Fehler machen, die Gefahr zu unterschätzen. Alles Liebe Karin

    ID 24

  3. auz run meinte am 25. September 2014 - 20:50 Uhr

    auz run

    ID 21826

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