wenig essen – Negativbeispiel Fressanfall

Heute muß ich mal ein Negativbeispiel beichten. Am 1. Mai habe ich wider besseren Wissens und wider meiner gesammelten Erfahrungen, viel zu wenig gegessen.

Die Aktionen waren so spontan und ungleich und ich war den ganzen Tag unterwegs und ich war aufgeregt und stand teilweise wirklich unter Strom, so dass ich einfach nichts essen mochte. Leider habe ich mich gehen lassen und nicht einmal den Müsli-Riegel gewollt.

Während des Tages habe ich nicht gemerkt dass ich hungrig war, aber kaum war ich zuhause, überfiel mich der Heißhunger. Meinem Partner ging es genau so und so gaben wir dem Ruf nach möglichst viel und möglichst schnellen Essen nach. Dazu zischte das Bier noch so richtig und komplett war eine heftige Kalorienorgie.

Ich habe ein riesiges Lahmacun gegessen, das mit Dönerfleisch und jede Menge öliger Zutaten gefüllt war. Gut, es war auch jede Menge Salat dabei, aber es war so eine Menge, dass ich dem Teil gut und gerne 1500 Kalorien zuordnen kann. Dazu kamen noch drei Kilkenny und ich bekam den Hals immer noch nicht voll, so dass ich hinterher noch Süßkram verdrückt habe. Also habe ich bei einer einzigen Mahlzeit bestimmt 2500 Kalorien verfuttert. Da ich ja doch immerhin gefrühstückt hatte, kommt das dann noch hinzu.

Ich war zwar den ganzen Tag unterwegs und habe entsprechend viele Kalorien verbraucht, aber die Bilanz an diesem Tag war doch weit im positiven Bereich.

Das kann ich schnell wieder ausgleichen, das ist nicht das Problem. Schlimmer für mich ist, dass das ein heftiger Rückfall in alte und ungesunde Ernährungsmuster war. Ich habe mich nach dem Essen mies gefühlt. Das Lahmacun ging ja noch, aber dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte und danach noch Süßkram gegessen habe, das ging zu weit.

Dazu kam noch dass ich in der Nacht kaum schlafen konnte weil mir schlecht war und ich keine passende Lage im Bett finden konnte weil mein Bauch so voll war. Am nächsten Morgen war mein Kreislauf im Eimer und ich habe mich irgenwie wie unter Drogen gefühlt. Es war ein mieses Gefühl und ich kenne das noch gut von vor vielen Jahren. Eigentlich hatte ich mir geschworen so etwas nie wieder zu erleben, aber nun ja, es war eben ein Rückfall.

Ich weiß ja woran es lag und ich weiß was ich dagegen tun kann. Regelmäßig und gesund essen und niemals hungern, dann kommen auch keine Fressanfälle.

Nur warum ist mir das passiert? Ich glaube ich muß mal in mich gehen und die Situation analysieren in der mir das passiert ist. So kann ich mich am ehesten davor schützen dass das noch mal passiert.

Es war aber auch eine Warnung die ich ernst nehme. Auch wenn es lange gut geht, ist man doch nicht frei von alten Essmustern. Ich muß wachsam bleiben und gut auf mich aufpassen.

Ansonsten? Ich lasse es jetzt hinter mir und tue es als Erfahrung ab und mache weiter so wie ich es bei Aiqum gelernt habe. Von einem Rückfall braucht man sich nicht entmutigen zu lassen.

2 thoughts on “wenig essen – Negativbeispiel Fressanfall

  1. ich denke auch, solange es nur ein einmaliger rückfall war und du ja auch durchaus die negativen seiten daran siehst, (zb die lage im bett oder am nächsten morgen) sollte es ein ausrutscher sein.
    klar ist es doof dass du in deine alten gewohnheiten gefallen bist… aber vielleicht sind es ja nicht deine alten, sondern eher allgemein die schlechten essgewohnheiten der menschen 😉

    sportliche grüße
    patrick

  2. Danke für die Einschätzung, ich bin auch drüber weg und sehe das nicht mehr so eng. Zudem war es für mich auch ein Art Warnung und sanfter Tritt. Ich nehme es mir zu Herzen und lerne daraus.
    lg
    Renate

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