regelmäßige und ausreichende Ernährung ist wichtig beim Abnehmen

Eins der ersten und wichtigsten Dinge die ich bei Aiqum gelernt habe, war es dass Hungern beim Abnehmen stört, ja geradezu kontraproduktiv ist. Der Grund ist dass unser Stoffwechsel regelmäßig Energie und Nährstoffe braucht um richtig zu funktionieren. Das ist gewährleistet durch eine tägliche Mindestaufnahme von 1200 Kalorien.

Wenn ich jetzt zurückdenke an die vielen Diäten die ich gemacht habe mit nur 1000 oder gar nur 800 Kalorien, wird mir klar warum das Abnehmen nie funktioniert hat. Und ich bekam auch wieder neuen Mut, denn die 1200 Kalorien beschreiben ja nur die Untergrenze. Meine Energiebilanz ist immer im grünen, das heißt im negativen Bereich, wenn ich im Schnitt so um die 1800 Kalorien esse. Und damit nehme ich sehr gut ab.

Wenn man sorgfältig plant kann man eine ganze Menge Nahrung in den 1800 Kalorien unterbringen. Hungern muss man also nie, Hungern ist sogar schädlich.

Zu den physiologischen Folgen von Hunger kam bei mir noch ein psychischer Aspekt hinzu. Ich habe lange Jahr unter unregelmäßigen Fressattacken gelitten. Ab und zu habe ich ganz unkontrolliert den Kühlschrank leer gegessen. Ich war verzweifelt weil ich das nicht in den Griff bekommen habe.

Seitdem ich mich aber an die Regel halte nie zu hungern, sind diese Fressattacken wie weggeblasen. Wohl kommt ab und zu Appetit auf bestimmte Leckereien oder auf an Stimmungen gebundenes Essen, aber dieses Staubsaugergefühl bleibt aus, dieses Unkontrollierbare das mir immer mehr Angst gemacht hat.

Damit ich diese Regel einhalten kann braucht es etwas Vorarbeit und auch einige Umstellungen in meinen Gewohnheiten. Als erstes habe ich mich wieder an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt. Mir fiel ein wie unregelmäßig und sprunghaft ich vorher gegessen habe. Es kam vor dass ich bis zum späten Nachmittag gehungert habe und dann wahllos in mich hinein gestopft habe was ich finden konnte.

Langsam gewöhnte ich mich wieder an ein Frühstück und dann an ganz regelmäßige 5 Mahlzeiten täglich. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Snacks. Um mir die Disziplin anzugewöhnen habe ich erst mal immer zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen, selbst wenn ich mich nicht hungrig fühlte und nicht einmal Appetit hatte. Für ein Stück Obst hat es immer gereicht. Wenn ich außer Haus war habe ich mir meist etwas mitgenommen. Eine Schnitte Vollkornbrot mit mageren Käse und Obst oder Rohkost passte immer in die Tasche und hat mir dabei geholfen erst gar keinen Hunger aufkommen zu lassen. Auf Bahnreisen nehme ich mir gerne eine Portion Milchreis in einer Dose mit. Das ist nicht sehr aufwändig und die leere Dose ist ein guter Platz für Eierschalen, Apfelreste etc, wenn man nicht an einen Mülleimer kommt. Es war sehr ungewohnt mitten bei einem Stadtbummel zu unterbrechen, mir einen Platz zu suchen und mein Brot zu essen, aber nach ein paar Malen war es mir selbstverständlich und ich sah dass das eigentlich ganz viele Menschen machen. Das sind meist die, die keine Problem mit dem Essen haben und ganz selbstverständlich tun was gesund ist.

Wenn man sich etwas mitnimmt kommt man nicht in Versuchung schnell mal etwas Fettes aus irgendeiner Bude zu essen. Am Anfang kam es leider häufig vor dass ich das Essen wieder vergessen habe, wenn Stress war oder wenn ich Ungewohntes tat oder wenn ich aus irgendwelchen Gründen plötzlich aus meiner Routine gekommen bin. Dann hatte ich irgendwann wieder diesen riesigen Hunger der wahllos werden lässt. Das waren aber auch immer die Punkte an denen ich merkte dass ich da noch was zu tun habe.

War ich in der Stadt und habe das Essen vergessen kam es zwar vor dass ich den verlockenden Düften aus den Buden zwar widerstehen konnte, aber zuhause hatte ich keine Energie mehr zum Kochen und habe in mich hineingestopft was ich gerade in die Finger bekam.

Jetzt habe ich mir angewöhnt für alle Fälle immer einen Müsliriegel in der Tasche zu haben. Den esse ich auch zuhause wenn ich so großen Hunger habe dass ich keine Lust mehr zum Kochen habe. Ein Riegel oder eine Banane stillt den ersten Hunger und dann kann ich in Ruhe etwas kalorienarmes kochen und die Portion wird auch nicht so riesig.

Also ganz ganz wichtig ist es für das Abnehmen, dass man dafür sorgt keinen Hunger zu haben und das Hungersignal nicht zu ignorieren. Dazu gehört etwas Planung besonders wenn man den Hunger auch kalorienarm stillen möchte, aber es lohnt sich sehr.

Es ist ein so befreites Gefühl diese Fressattacken losgeworden zu sein.

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