langsame Ernährungsumstellung

Bei meinem Bekannten, der abnehmen will aber in einem festen straffen Tagesablauf steckt und zudem noch ein Gewohnheitstier ist, stelle ich langsam die ersten echten Veränderungen fest.

Wir haben oft darüber gesprochen, wie man am besten abnehmen kann und was man beachten muß, dass es wenig Zweck hat einen zeiglich begrenzte Diät zu machen oder einfach einzelne Mahlzeiten ausfallen zu lassen. Genau das war seine Methode und sie hatte nicht gerade Erfolg.

Wir haben uns mal in Ruhe zusammen gesetzt und er hat mal aufgeschrieben was er wann und in welchen Situationen gegessen hat.

Er hat einen Bürojob, sitzt also den ganzen Tag, ist ehemaliger Leistungssportler, Muskeln sind reichlich vorhanden, nur sind sie seit ein paar Jahren nicht mehr trainiert worden. Muskelaufbau mit Colostrum geht übrigens noch viel schneller.

Er isst morgens ein riesiges Frühstück und dann den ganzen Tag über, angeblich, nichts mehr. Zu Abend gibt es dann reichlich Pizza, Döner, wieder Brote, Spiegeleier oder Ähnliches. Geknabbert wird dann hinterher Käse oder Chips und den einen oder anderen Abend kommt dann noch ein Glas Wein dazu.

Als ich dann nachgehakt habe ob er tagsüber wirklich nichts mehr isst, kam dann noch mal ein Stück Kuchen oder doch mal ein Kantinenessen dazu, und Schokolade und Eis.

Ich habe die Herausforderung angenommen, ihn langsam dazu zu bewegen einige gesündere Gewohnheiten anzunehmen.

Zuerst dachte ich bei diesem Sturschädel hätte das keinen Sinn, aber inzwischen merke ich doch deutliche Veränderungen.

Am Abend gibt es keine Chips mehr, nur noch selten Käse, dafür steht ein Teller mit Rettichscheiben oder anderer Rohkost bereit. Auf der Küchentheke liegen neuerdings Äpfel, Bananen oder Birnen herum und sie wandern mit in die Aktentasche. Außerdem hat er damit begonnen sich Schnitten für die Arbeit zu machen.

Zwei Ansatzpunkte haben also schon gegriffen. Der Austausch von leerem Fett am Abend zu gesunder Rohkost, und die lange Pause tagsüber wird nun mit Obst und einigen Schnitten gemildert.

Der nächste Schritt ist, ihn davon zu überzeugen dass er ja nun tagsüber Energie bekommt, also das Frühstück ruhig ein wenig kleiner ausfallen darf.

Ich schaue immer danach, was für ihn am einfachsten ist, was sozusagen am wenigsten Arbeit macht und wenig Widerstand auslöst.

Es macht mir Spaß zu überlegen mit was für einfachen Methoden man gewaltige Veränderungen herbeiführen kann, ohne dass Gewohnheiten und Tagesablauf gänzlich verändert oder gestört werden müssen.

So habe ich bei mir selbst auch angefangen und so stelle ich auch wieder mal fest, wie wichtig es ist, dass man zu Beginn des Abnehmen sich Gedankenarbeit macht.

Das was man am Anfang an Arbeit und Zeit investiert, zahlt sich nachher aus.

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