Gewicht abnehmen-auch mit Fastfood! Teil 2

In meinem heutigen Beitrag möchte ich meine eigenen, selbstgemachten Fastfood-Varianten vorstellen. Sie sind mehr oder weniger kalorienreich und mehr oder weniger gesund, aber sie entsprechen meinen unterschiedlichen Gelüsten und ich weiß was drin ist.

Den klassischen gekauften Hamburger mochte ich nie so gerne. Ich hätte immer mindestens drei oder vier davon essen müssen um satt zu werden und das ist nun entschieden zu teuer. Selbst in Zeiten in denen ich noch nicht ans Kaloriensparen gedacht hatte. Ich habe mir dann mal überlegt was daran ich so gerne mag. Es ist die Kombination von warmen Fleisch auf Brot und gerne noch mit ein paar Geschmackzutaten und mit Käse überbacken. Das kann ich auch zuhause machen. Meine frühere Variante davon, als ich noch nicht ans Abnehmen gedacht habe, bestand oft aus den entsprechenden Fertigzutaten wie Hamburger-Brötchen, Hamburger-Soße, Röstzwiebeln, Scheibletten, Fertigfrikadellen, Leberkäse etc. Das war erstens ein extrem ungesundes Cocktail aus Konservierungsstoffen, Fett und leeren Kohlenhydraten aus Weißmehl. In den Soßen ist sicher noch eine Menge Zucker und Salz verborgen. Leider habe ich das mengenweise gegessen, es ist kein Wunder dass ich immer dicker wurde.

So sehr ich mein Essverhalten auch geändert habe, es kommen immer wieder Phasen in denen ich auf so etwas Ähnliches Lust habe. Deswegen habe ich das weiter abgewandelt. Anstelle eines weichen Hamburgerbrötchens nehme ich ein Vollkornbrötchen mit Sonnenblumenkernen. Inzwischen backe ich die Brötchen selbst, dann haben sie genau den Geschmack den ich will, und auch die passende Größe. Als Belag habe ich am Anfang meiner Ernährungsumstellung noch auf Fertigprodukte zurückgegriffen. Gut waren die Geflügelfrikadellen aus einer kalorienreduzierten Serie von einem bekannten Discounter. Es gibt öfter mal fertige Frikadellen, oder anderen Belag, der kalorienärmer ist. Für den Anfang war das ein guter Übergang. Von der fertigen Hamburger-Soße bin ich schnell abgekommen, ich habe mir lieber meine eigene Soße gemischt. Es gibt schon leichte Mayonnaise, sie ist dann meist mit Joghurt gemischt. Das kann man auch selbst machen. Ich nehme fettarmen Joghurt und rühre etwas Majonnaise hinein, bis der Geschmack da ist. Ein paar Tropfen Zitrone oder das Wasser von eingelegten Gurken ist auch lecker als Würze. Man kann gut mit Ketchup oder Senf experimentieren und ganz neue Geschmacksrichtungen kreieren. Oder eine Currysoße aus Joghurt, mit etwas Ananassaft vermischt und mit Curry abgeschmeckt, passt sehr gut auf ein mit Kochschinken gefülltes Brötchen.

Ach ja, Kochschinken. Das ist eine gute fleischige Alternative zur Frikadelle und die Röstzwiebeln kann man auch selbst machen, dann weiß man genau wieviel Fett sie enthalten. Ich röste sie ganz ganz langsam in einer beschichteten Pfanne, die ich mit etwas Öl eingepinselt habe. Falls Sie eine Mikrowelle haben wird es sicher noch andere Möglichkeiten geben. Da wir keine haben kenne ich mich damit nicht aus.

Selbstgemachtes Fast-Food kann man schnell zubereiten weil man die einzelnen Komponenten auf Vorrat herstellen kann.

Für Scheibletten-Fans gibt es da ja auch eine kalorienarme Variante. Aber vorsicht, diese fertigen Schmelzkäseprodukte enthalten ungesunde Stoffe. Lieber auf normale Käse zurückgreifen. Ein Edamer zum Beispiel ist gut geeignet.

Ein selbstgemachtes Fastfood besteht dann oft aus einem selbst gebackenen oder gekauften Vollkornbrötchen, bestrichen mit der leichten Joghurtsoße und es ist belegt mit einer Geflügelfrikadelle und vielen frischen Zutaten wie Tomatenscheiben oder Ananasscheiben oder Salatblättern. Wenn es passt packe ich noch Käse dazu und überbacke das Brötchen im Backofen. Manchmal mag ich das Fleisch warm, manchmal kalt. Es liegt immer an den anderen Zutaten. So habe ich viele viele Variationen, es wird nie langweilig, es ist preiswerter als gekauftes Fastfood und vor allem weiß ich genau was drin ist.

Als Fleischeinlage nehme ich gerne dicke Scheiben von gekochten Schinken oder, wenn es edel sein darf, Roastbeef oder Bratenfleisch oder auch mal ein Steak. Gegrilltes Hähnchenbrustfilet ist auch immer beliebt. Frikadellen mache ich mir inzwischen auch selbst, ich habe immer welche auf Vorrat im TK-Fach, sie sind schnell aufgetaut und haben schon die richtige Größe und flache Form für die Brötchen.

Mein Mann und ich lieben diese Mahlzeiten zu denen wir unsere Zutaten für die gefüllten Brötchen aufbauen und dann unsere Kreationen zusammenstellen. Es hat was sehr Geselliges und ich mache es auch gerne wenn Besuch da ist.

So reicht das Spektrum immer noch von gekauften Hamburger-Brötchen oder Toastbrot mit gekauften Geflügelfrikadellen mit Beilagen, zu selbstgebackenen Brötchen und selbstgemachten Zutaten.

Eine andere Version ist ein Fischbrötchen. Früher bin ich nie an den Straßenverkaufs-Fenstern vorbei gekommen ohne einen Wikinger und einen Bremer (zudem hat es mir auch immer gut gefallen einen Wikinger und einen Bremer zum Mitnehmen zu bestellen, ich sah mich dann schon mit zwei kräftigen Gestalten im Schlepptau nach Hause ziehen aber da geht mir jetzt meine Fantasie durch) mitzunehmen.

Heute habe ich Fischstäbchen im TK-Fach und wenn mir der Sinn nach einem Bremer steht, belege ich ein Brötchen mit Ketchup, Gurkenscheiben, selbstgemachten Röstzwiebeln und kurz im Ofen gegrillten Fischstäbchen. Einen Trick dazu habe ich in einem Kochbuch von Jamie Oliver gelesen. Wenn man das Brötchen nach dem Belegen kräftig zusammendrückt, schmeckt es seltsamerweise noch einmal so gut.

Das Ganze geht natürlich auch mit Würstchen, so könnte man hotdogähnliche Sachen kreieren.

Wenn man gewohnt ist mit Getreide zu kochen, eröffnen sich noch ganz neue Möglichkeiten. Eins meiner Lieblings Home-Fast-Food-Gerichte ist ein Vollkornbrötchen mit gutem Senf bestrichen und mit einer Grünkernfrikadelle belegt. Die Frikadellen kann mal als Bratlinge auch kaufen, aber die sind meist sehr fettig. Ich mache sie lieber selbst indem ich einfach das Hack durch mittelfein geschroteten Grünkern ersetze, den ich kurz aufkoche und ausquellen lasse. Gewürzt wird genau wie bei einer normalen Frikadelle. Wenn man die Teiglinge dann nicht in der Pfanne brät sondern im Ofen auf dem mit Backpapier belegten Blech ohne Fettzugabe backt, hat man noch mehr Kalorien gespart. Man muss es einfach ausprobieren. Gerne mache ich auch kleine Plätzchen aus geschroteten Hülsenfrüchten. Die sind sehr würzig. Das kann man dann sehr exotisch würzen. Wenn man seine Lieblingszutaten auf Vorrat macht, ist man auch für überraschenden Kinderbesuch bestens vorbereitet.

Es geht immer darum herauszufinden was es eigentlich ist, das einem so gut schmeckt am Fast-Food und worauf man auch gerne, oder sogar lieber, verzichten würde. Oft kann man das auch zuhause hin bekommen und oft kann man die Zutaten vollwertig wählen. Das Essen ist schnell zubereitet und erfüllt fast alle Kriterien für Fastfood. Nur der Kult der Restaurantkette fehlt und das war für mich sowieso immer eher lästig und abstoßend. Home-Fast-Food-Parties könnten ein netter Ersatz sein.

Die vorbereiteten Sachen sind auch ganz wunderbar für ein Picknick oder als Proviant auf Reisen oder für einen ausgiebigen Stadtbummel geeignet.

Mit diesem Beitrag möchte ich die Fantasie anregen um sich selbst mit einfachen Mitteln leckere schnelle Gerichte zu machen, die man aus der Hand essen kann.

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