gesund und schlank durch die Feiertage

Jedes Jahr wieder beginnt für alle Abnehmwilligen die Frage wie man nun durch die Feiertage kommt ohne gleich den ganzen Erfolg wieder zunichte zu machen und ohne die Diät abzubrechen.

Julgesteck

Mein Rat ist es lieber gelassen zu bleiben und sich zu überlegen dass ein paar Tage Schlemmerei weit über das Kalorienlimit hinaus, bestimmt nicht das zunichte machen was man in der Zeit vorher abgenommen hat. Selbst wenn man dann im neuen Jahr zwei oder drei Kilo mehr auf die Waage bringt ist es kein Beinbruch, denn diese Zunahme ist rasch wieder weg sobald man wieder mit der gesunden Ernährung beginnt. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, es war im vergangenen Jahr so und es wird in diesem Jahr auch so werden. Und die Feste wollen gefeiert werden wie sie fallen.

Aber natürlich gibt es viele gute Möglichkeiten doch die Kontrolle zu behalten und nicht alle Grenzen zu überschreiten. Mit ein paar einfachen Regeln kommt man gesund und mit dem gleichen Gewicht oder mit nur einer geringen Zunahme durch die Feiertage.

Als erstes ist natürlich wichtig was für eine Art Fest man feiert. Mit der Familie? Ein traditionelles Fest mit traditionellen Gerichten? Mit Freunden? Kocht man selbst oder isst man auswärts? Ach ja und man sollte sich klar machen was man selbst will. Gelingt es gelassen zu bleiben, die Fünfe mal gerade sein zu lassen oder will man streng kontrolliert weiter essen.

Wenn man alleine oder nur mit dem Partner feiert, ist es nicht so schwierig, dann kann man ja Gerichte aussuchen die kalorienarm sind wie ein Filetstück mit Salat und feinem Gemüse. Die Süßigkeiten die man nicht essen will braucht man vorher gar nicht erst zu kaufen. Aber auch in der Familie ist es nicht so schwierig wenn man das Kochen selbst in der Hand hat. Ein paar wirkungsvolle Tricks um das Essen etwas kalorienärmer zu halten sind:

Soßen nicht mit Sahne oder Mehl andicken sondern eher mit pürierten Gemüse. Bei Schmorgerichten kann man das Gemüse nehmen das auch mit im Schmortopf war.

Viel Salat und Gemüse in das Menü aufnehmen. Wenn es zu Beginn des Essens einen Salatteller für jeden gibt, ist der größte Hunger schon mit vitaminreicher Nahrung gestillt. Die Soße mit wenig Öl zubereiten, eine Scheibe knuspriges Baguette dazu und der gute Einstieg ist perfekt.

Gemüse schonend zubereiten, dünsten oder dämpfen. Will man eine Buttersauce für das Gemüse lässt man ein Stück Butter im heißen Gemüsewasser auflösen und reicht diese „verdünnte“ Butter zum Essen. Der Buttergeschmack kommt voll durch und man braucht nur sehr wenig. Besonders lecker ist es noch wenn man das Gemüse mit frischen gehackten oder TK-Kräutern bestreut. Es gibt zusätzlichen Geschmack und Vitamine.

Die leichteste Sättigungsbeilage sind einfach Kartoffeln. Aber auch Klöße sind noch im Rahmen. Bei Nudeln und Reis eher auf die Portion achten und vor allem sollte man mit der Sauce vorsichtig sein.

Warum nicht mal ein gutes Fischgericht? Vielleicht Zanderfilet? Das ist meist fettärmer als Fleisch und man kann es leicht und lecker zubereiten. Es ist eine gute Alternative zur Weihnachtsgans.

Ach ja, die beste Nachspeise ist Obst. Frische Ananasscheiben mit Minze bestreut vielleicht? Minze klärt den Geschmack nach einem schweren Essen. Oder Früchte aus der Auflaufform mit Eischnee und wenig Zucker bestreut überbacken? Träufelt man noch etwas guten passenden Likör über die Früchte wird etwas ganz Besonderes daraus. (bei uns gibt es diese Nachspeise mit Äpfeln und Birnen und mit etwas Calvados beträufelt)

Weiter habe ich die Erfahrung gemacht dass es umso leichter fällt kontrolliert zu essen, je regelmäßiger ich meinen Essrhythmus einhalte. Wenn ich also auch an Feiertagen mein Vollkornbrot zum Frühstück zu meiner gewohnten Zeit esse, wenn ich meinen Obstteller fest einplane und auch mein gewohntes Vollkornmüsli esse, fällt es mir leichter bei den Festmahlzeiten kleinere Mengen zu essen. Wir planen ein Brunch. Es soll so gegen 12 Uhr stattfinden. Normalerweise esse ich vorher schon zwei kleine Mahlzeiten, das Frühstück und einen Snack. Das werde ich auch diesmal tun. Ich esse morgens eine Schnitte Vollkornbrot und Obst als Snack. Dann habe ich noch genug Platz im Magen um mich auf das Essen zu freuen, aber ich habe keinen Heißhunger mehr. Ich kann also ganz gelassen und überlegt zugreifen und mir gut überlegen worauf ich nun wirklich Appetit habe.

Geht man zu Besuch, kann man auf einige Dinge achten:

Mit der Soße sparsam sein, da steckt meist viel Fett drin. Rote Soßen lieber als weiße Soßen nehmen, in weißen Soßen verbirgst sich oft Mehl, Fett und Sahne.

Kleine Portionen Fleisch und dafür viel Gemüse und Kartoffeln. Vorsicht bei Rotkohl, der kann manchmal unglaublich viel Fett enthalten. Dann vielleicht lieber viel Salat essen.

Sich nie zum Essen nötigen lassen. Man braucht nicht zu sagen dass man abnehmen will, das reizt die anderen oft zu Kommentaren wie: „Ach heute ist das doch egal“ oder „Das habe ich extra für dich gekocht“ oder „wo willst Du denn abnehmen?“ Das kann man sich ersparen durch ein deutliches: „Es hat wunderbar geschmeckt, ich habe es sehr genossen und ich bin satt“ Meist hat man dann Ruhe, manchmal muss man noch etwas nachdrücklicher werden.

Ach ja, wo immer es geht die Vollkornvariante wählen. Ein schönes Weißbrot zum Frühstück gehört für viele zum Festtagsfrühstück dazu (auch für mich) aber wie wäre es mal als Alternative mit einem guten Vollkornbrot aus dem Bioladen?

Bei alledem aber wirklich den eigenen Genuss nicht vergessen. Wichtig dafür ist es auch ganz bewusst zu genießen. Also bitte nicht nebenbei immer mal wieder zu dem Plätzchenteller greifen, sondern sich zum Kaffeetrinken gemütlich hinsetzten und sich einen schönen Teller vorbereiten mit genau der Portion die man essen möchte. Das kann zum Beispiel so aussehen.

Plätchenteller als Beispiel

Das Obst dazu ist lecker und erfrischend. Überhaupt sollte man darauf achten immer neben dem Plätzchenteller noch einen Schale mit frischem Obst bereit stehen zu haben und sehr nützlich ist es noch eine Platte mit geschnittener Rohkost dazu zu stellen. So kann man mal zwischendurch etwas knabbern und greift nicht automatisch zu Süßigkeiten. Rohkost kann man auch mal so nebenher essen, wenn man dann doch mal etwas in Stress gerät und die alte Knabbergewohnheit wieder durchkommt. Außerdem fällt es so leicht auch während der Feiertage die von der DGE empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen.

Alles in allem ist es wichtig daran zu denken nicht nur Süßes zum Fest zu kaufen sondern auch dafür zu sorgen dass für jeden stets griffbereit eine appetitliche Auswahl an Obst und Rohkost bereit steht.

Dies ist eine Auswahl an Ideen und Tipps um gut über die Feiertage zu kommen ohne die Regeln der DGE allzu sehr zu vernachlässigen.

Guten Appetit, genießen Sie das Fest und keine Angst vor der Waage, mit diesen Tricks wird das Ergebnis nicht so schlimm ausfallen wie befürchtet.

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