Gemüsefenchel – eine gesunde Bereicherung unserer winterlichen Gemüseauswahl

Um im Winter Abwechslung in die Gemüseauswahl zu bringen, wählen wir mit Begeisterung immer wieder Gemüsefenchel.

Fenchel ist hier gerade in den Wintermonaten gut zu bekommen. Wer bei Fenchel nur an das sonnige Italien und an die typischen Sonnengewürze denkt, vergisst wie kalt und regnerisch ein Winter in Norditalien sein kann und wie gerne dort kräftige und deftige Suppen mit Speck und Gemüse gegessen werden.

Gemüsefenchel ist ein gesundes Gemüse, das gerade im Winter gute Vitamine, Mineralstoffe und andere Inhaltstoffe bringt, und das bei niedrigen Kaloriengehalt. Fenchel hat nur 27 Kalorien auf 100 Gramm und liefert doppelt so viel Vitamin C wie die gleiche Menge Orangen. Außerdem ist Fenchel ein guter Lieferant für Kalium und Calzium. Gesundheitlich wirkt er krampflösend und verdauungsfördernd, man sagt ihm auch eine antibakterielle Wirkung nach. Verstärkt kommen diese Wirkstoffe im wilden Fenchel vor, aber auch im Gemüsefenchel ist reichlich davon zu finden.

Fenchel lässt sich gut roh zu Salaten oder Vorspeisen verarbeiten. Er schmeckt recht kräftig nach Anis und verträgt sich geschmacklich sehr gut mit Olivenöl, Sardellen und Früchten. Gerne verfeinere ich Hülsenfruchtsuppen mit gehackten Fenchel oder mische ihn in eine Pastasoße. Ich mag Fenchel gerne mit Käse überbacken und am allerliebsten in einer typsch römischen Wintersuppe, bestehend aus kurzer Pasta, Kichererbsen und Tomaten, gehackten Fenchelstücken und zerhackten Sardellen, gewürzt mit Rosmarin.

Es heißt dass Fenchel jedes Gericht verfeinert, den guten Geschmack verstärkt und den schlechten Geschmack übertönt. Eine Geschichte erzählt, dass findige italienische Weinhändler ihren Kunden vor der Weinprobe eine mit Fenchelsamen gewürzte Salami servierten, um von den Schwachstellen des Weins abzulenken. Oder sie gaben frischen Gemüsefenchel zu essen um einem Kater vorzubeugen der kommt wenn der Wein auf nüchternen Magen getrunken wird.

Vom Fenchel wird das Grün und die zähen Stiele und äußeren Blätter abgeschnitten. Das Grün eignet sich wunderbar zum Würzen und auch zum Garnieren, die fedrigen Stengel sehen hübsch aus. Das zähe Wurzelende wird auch flach abgeschnitten und die Knolle dann halbiert oder anders zerteilt, wie es das Rezept vorschlägt. Manchmal entfernt man auch noch den inneren Kegel, das ist besonders bei älteren Knollen ratsam.

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