Abnehmen und Ernährung
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funktional essen? Wo bleibt der Genuss!

02 Jun

Autor: Requendel - Kategorie: Abnehmen mit Genuss, Blog Requendel, Gesund abnehmen

Mir fällt immer öfter auf wie funktional das Essen gesehen wird. In der Werbung wird massiv mit Zusätzen geworben die das eine oder andere Produkt durch Calzium, Magnesium oder sonstwas für Zusätzen gesünder wird.

Als Laie frage ich mich immer wer was davon hat, wenn so massiv geworben wird. In erster Linie doch die Bilanz des Unternehmens das diese Produkte herstellt, und nicht wir und unsere Gesundheit. Ich frage mich immer ob diese Zusätze wirklich irgend einen positiven Wert haben. Wie wird das Calzium zugesetzt? Wohl meist in Form eines Pulvers. Wie gut wird das Pulver vom Körper aufgenommen? Tut es wirklich da seine Wirkung wo wir es erhoffen?

Ich weiß nicht genug dazu um hier etwas Kluges schreiben zu könne, ich denke nur dass man mehr von den Inhaltstoffen hat, wenn man sie in ihrer natürlichen Form zu sich nimmt, wie in Gemüse, Salat, Obst, Getreide, Fleisch etc.

Mir scheint es seltsam erst die Zutaten zu verändern, extrem zu verarbeiten, in Form von Fast-Food auf den Tisch zu bringen, und dann um es wieder „gesünder“ zu machen, noch schnell ein paar Pülverchen dazu zu mischen, damit man es auf der Packung schreiben darf und eine Werbekampagne starten kann.

Warum nicht gleich die ursprünglichen Zutaten essen? Dann braucht man sich auch nicht über die Funkton der einzelnen Stoffe Gedanken zu machen. In einer ausgewogenen gesund zubereiteten Mischkost ist alles was wir brauchen vorhanden. Vielleicht achtet man in jodarmen Gegenden besonders auf die Jodzufuhr, vielleicht achtet man im Winter verstärkt auf die Vitamin-Zufuhr. Aber das geht alles ohne Pülverchen und ohne Pillen. Wer frisch kocht, wer regelmäßig das was der Markt gerade bietet frisch einkauft, wer auf die vitaminschonende Zubereitung achtet, braucht sich um die Augewogenheit der Nahrung keine Gedanken zu machen.

Ich denke hier wurde seitens der Nahrungsmittelindustrie ein Problem geschaffen um es dann, natürlich mit gutem Gewinn, wieder zu beheben.

Mir fällt immer wieder der Leitsatz der Vollwerternährung ein:

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

In diesem Sinne ernähren wir uns doch möglichst natürlich, mit frischen und wenig verarbeiteten Nahrungsmitteln. Dann kann uns die Werbung kalt lassen denn wir wissen dass wir das Nötige für unsere gesunde Ernährung tun.

Dann können wir uns dem Genuss widmen, den ein gut zubereitets Essen bringt. Dann können wir uns am Zusammensitzen mit lieben Freunden oder mit der Familie freuen, dann können wir mit Lust und Liebe in der Küche stehen und in frischen Zutaten schwelgen, an dem Obst und dem Gemüse schnuppern und ein gutes Stück Fleisch betasten. Dann können wir den sinnlichen Genuss spüren den Nahrung bietet, dann können wir einfach mit Dankbarkeit die Gaben der Natur ehren und sehr bewusst essen.

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Kommentare

Sie finden hier 1 Kommentar zu “funktional essen? Wo bleibt der Genuss!”

  1. P-hex meinte am 1. Januar 2014 - 16:00 Uhr

    Mein Eindruck ist auch, daß wir in einem sehr praktisch veranlagten Land leben. Und einem Land, in dem man viel in Schwarz Weiß denkt und einen erhobenen Zeigefinger von der Ärztekanzel und von allen Seiten spürt. Es ist immer Entweder-Oder. Nie Sowohl als Auch.

    Essen ist funktional. Essen sollte „gesund“ sein. Allein die Wortwahl verfrachtet einen in eine Arztpraxis. Was ich damit sagen will – es ist eine einseitige Angelegenheit – Essen ist a)praktisch, weil man ohne nicht überleben kann und b) man soll sich gefälligst „gesund“ ernähren. Steht auch schon im Arztbuch und wenn man sich nicht „gesund“ ernährt, fehlen auch nie die Ratgeber in den Medien, die einem die schlimmsten Zivilisationskrankheiten vorraussagen,wenn man es NICHT tut oder ein paar Pfunde zu viel hat. (Man wird wohl laut neuerer Forschung nicht zwingend krank, wenn man keine Idealmaße hat und nicht jeder wird krank, es sind ja nicht alle Menschen gleich und auch nicht jeder mit zuviel Pfunden hat diese Pfunde von Disziplinlosigkeit und Kühlschrankattacken.) Soviele moralische Zeigefinger von allen Seiten. Und wer nicht gertenschlank ist, wird sowieso schief von der Seite betrachtet. Und sollte er auch noch eine Krankheit haben, dann kommt das in den Augen vieler ganz sicher davon, daß der Mensch daran selbst schuld sei, weil er ja nicht „gesund“ genug gelebt hat.

    Wo ist der Genuß beim Essen und Leben?
    Der ist nicht vorhanden bei praktisch und erhobenem Zeigefinger.

    Entweder man schlemmt hierzulande oder man hält Diät. Das Wort ausgewogen und lecker fände ich viel schöner als „gesund“ und lecker. Das Wort „gesund“ im Zusammenhang mit der sinnlichen Erfahrung Essen killt jeden Genuß.
    Wenn man denn doch mal „gesündigt“ hat, hat man gleich ein schlechtes Gewissen, weil sich das ja nicht gehört. Sport ist ja auch so „gesund“. Ja, ist es. Aber Bewegung tut gut. Das wäre mehr auf der Ebene der sinnlichen Wahrnehmung gedacht. „Gesund“ ist ein Wort, das nur die ärztliche Notwendigkeit beleuchtet. So ein Wort mit eingebauter Moralkeule.

    Vielleicht scheitern deswegen so viele Versuche, überflüssige Pfunde loszuwerden? Weil wir uns dann immer schuldig fühlen?

    Diese Gewichtsgeschichten funktionieren bestimmt besser wenn man nicht ständig hungern muß, und ein Stück Kuchen auch mal zwischendrin total ok. ist. Man kann ja am Tag drauf einen wirklich leckeren Salat machen…. ohne Schuldgefühle.
    Das funktioniert auch sehr gut. Ewig nur verzichten für eine „gesunde“ Ernährung ist krampfig.
    Allein der Ansatz Ernährung als „gesund und lecker“ zu propagieren ist krampfig.

    Ausgewogen und lecker, das finde ich schöner. Und Obst und Gemüse kann man auch sehr lecker zubereiten. Also nicht nur als Rohkost und ungewürzte Kochmasse zu einem Grünkernbrätling.
    Man kann indisch würzen asiatisch, rund um den ganzen Erdball, echte vegetarische Rezepte von Vegetariern probieren anstatt vermurkste Kompromisse von Fleischessern in Richtung „heute mal ohne Fleisch“ zu essen.
    Denn Vegetarier kochen anders. Da ist Obst und Gemüse Hauptspeise und nicht Beilage. Und sie würzen anders. In solche Gerichte kann man sich reinlegen. Nur fehlt oft die Phantasie und Liebe zum Detail, wenn es um Ernährung geht.

    Wie wäre es, wenn man Essen mal als Genuß nimmt und nicht als notwendiges Übel uns „gesund“ zu ernähren?

    Sowas kann ein himmlischer Genuß sein. Sowas wäre dann auch ausgewogen, und würde uns gut tun, und auf längere Frist würden wir dann auch abnehmen. Aber nicht, weil wir auf den Zeigefinger vom Onkel Doktor gehört haben, sondern weil wir herausgefunden haben, daß Obst und Gemüse, Huhn und Co, auch Genuß sein können, wenn man sie lecker genug zubereitet.
    Und wenn man dann doch mal einen Jiieper auf eine Currywurst hat oder ein schönes Stück Schokotorte, dann finde ich, sollte man das auch essen. Ohne Reue. Man tut es ja nicht täglich. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist man eben alles. Nur eben in Maßen, nicht in Massen. Und das wäre ja auch schon gesund.

    Und das Gewicht fällt dann auch langsam, aber es bleibt dann auch unten, weil man seine Ernährung dann auch automatisch umstellt. Man muß dann leider Geduld haben. Ich finde, es geht ohne Zeigefinger und Krampf besser.

    Jetzt gibt es ja diese Asketen, die „gesunde“ Ernährung damit verwechseln, daß sie nicht richtig schmeckt, weil minimalistisch zubereitet und völlig ohne Genuß. Der Genuß scheint zu sein, daß man sich kasteit hat, „über sich gesiegt“ hat und keine irdischen Genüsse mehr benötigt. Diese Leute brauchen das sinnliche Erlebenis beim Essen wohl nicht mehr….. aber jeder, der krampfhaft versucht, sich „gesund“ zu ernähren, mit Zeigefinger im Genick, wird bei so einem Ansatz doch unglücklich und die nächste Freßattacke ist sicher. Die nimmt man sich dann wieder übel und so geht das weiter.

    Vielleicht sollte man doch mal hierzulande das Wort Genuß zulassen und die sinnliche Erfahrung großschreiben und dann schöne und leckere Rezepte mit dem kreieren, die einem gut tun – nämlich frisch, süßes Obst und knackiges Gemüse,lecker zubereitet und auch Fleischgerichte müssen nicht vor Fett triefen um die Geschmacksnerven zu kitzeln – aber ganz fettfrei muß dann auch nicht sein. Weniger eben. Und dann sollte Essen auch wieder Spaß machen dürfen. Dann denke ich, pendelt sich das alles ein und der erhobene Zeigefinger aus der Arztpraxis würde endlich verschwinden und damit auch die Schuld, die man empfindet, wenn man legitimerweise auch mal ein Stück Torte verputzt oder doch mal nicht am Krustenbraten vorbeikommt. Muß ja doch auch mal sein 🙂

    Den Gedanken sich an frischen und natürlichen Lebensmitteln zu freuen, finde ich gut. Ich denke, das kommt automatisch, wenn man sich vom Zwang befreien kann, sich „gesund“ ernähren zu müssen.

    Wenn man selbst irgendwann merkt, daß einem so ein lecker zubereiteter Salat (aber man muß sich was einfallen lassen) gut tut, daß man hinterher zufrieden ist, weils auch noch lecker war.
    Wenn das gleiche Gericht mit Rind oder Huhn auch toll geschmeckt hat, obwohl man kein Schweinefleisch verwendet hat, wenn man feststellt, daß man auch raffinierte alkoholfreie Cocktails ohne Unmengen von Zucker herstellen kann und und und…..
    und wenn man merkt, daß ein Spaziergang im Park nach einem Essen gut tut, dann ist der kategorische Zeigefinger von „gesund“ und „du mußt Sport machen“ und „du mußt abnehmen“ weg und dann wäre man bei ausgewogen und lecker und zur Sinnlichkeit beim Leben zurückgekehrt. Es wäre nicht mehr so verkopft und krampfig und der Rest ginge von allein.

    Und der Jojo Effekt wäre weg. Wofür muß man denn ein Idealmaß erreichen? Für wen? Ausgewogen und Lecker..Wohlfühlessen.. wäre das nicht ein Slogan für die Zukunft?

    ID 15597

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