Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Essen nach der Uhr – Tipps aus der Praxis 3

27 Jan

Autor: Requendel - Kategorie: Abnehmen ohne Hungern, Blog Requendel, Diät-Tipps, Energiebilanz, gesunde Ernährung

Dies klingt zwar sehr streng und reglementiert, aber so wie ich es anwende hilft es mir sehr dabei mein vernünftiges Essverhalten beizubehalten.

Gerade wenn man durch äußere oder innere Umstände wie Umzug, Krankheit oder etwas ähnlichen aus seinem Rhythmus gekommen ist, neigt man dazu unkontrolliert zu essen und so in seine alten Muster zu fallen.

Bei mir sah das so aus dass ich lange Zeit nichts gegessen habe, mir die Zeit nicht zum Essen genommen habe, und dann mit Heisshunger zugelangt habe bis mir schlecht wurde.

Das war also ein Schwanken zwischen zwei Extremen. Es kam vor dass ich ein paar Tage viel zu wenig gegessen habe, und dann wieder zugelangt habe bis ich nicht mehr konnte. Dabei habe meinen Körper immer wieder in den Hunger-Modus gebracht und den JoJo-Effekt praktisch gezüchtet.

Schlimmer war aber dass mir jegliches Gefühl für das Essen abgegangen ist. Ich hatte keinen Überblick mehr und mein Körper reagierte nach dem Motto: „Nimm was du kriegen kannst, wer weiß wann das nächste kommt“.

Ich war verzweifelt weil ich nicht wusste wo ich ansetzen konnte. Diätpläne schienen mir völlig undurchführbar. In der Zeit habe ich immer mal wieder drei Tage mit je 800 Kalorien eingeschoben, was das Dilemma noch verstärkt hat und meinen Stoffwechsel noch weiter ‚runtergefahren hat.

Das Schlimmste war dass meine innere Einstellung auch so war, dass ich mich möglichst voll stopfen muss wenn was da ist. Ich wusste nie wann ich das nächste Mal essen werde. Da ich in der Zeit auch das Frühstück gelassen habe, hatte ich am Abend immer das Gefühl auf Vorrat essen zu müssen damit ich bis zum nächsten Mittag oder gar Nachmittag durchhalte.

Als ich dann bei Aiqum lernte worauf es beim Abnehmen ankommt, suchte ich nach einer Möglichkeit mich langsam an ein besseres Essverhalten heranzutasten. Der erste Schritt war es, mir vernünftige Esszeiten anzugewöhnen. Zu Beginn habe ich noch nicht gefrühstückt sondern habe um 10 Uhr, um 13 Uhr, um 16 Uhr und um 20 Uhr was gegessen. Ich merkte schnell dass mir das nicht ausreicht und dass ich zu den Mahlzeiten zu viel essen muss um satt zu bleiben. Außerdem hatte ich zwischen den Mahlzeiten immer wieder Essgelüste die mir das Abnehmen schwer machten. So langsam rutschten die Zeiten nach vorne, ich begann eine Kleinigkeit zu frühstücken und auch spät am Abend noch einen kleinen Snack einzuplanen. Zum Glück hatte ich völlig freie Hand danke der FDM, solange ich mich in der negativen Energiebilanz bewege. Ich habe experimentiert, ich habe verschiedene Varianten getestet, ich habe Zeiten hin und her geschoben bis ich heraus fand was mir am besten bekommt und was mir am besten schmeckt.

Inzwischen bin ich bei folgenden Zeiten gelandet, nämlich 8 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr, 17 Uhr und 20 Uhr. Manchmal dann noch um 22 Uhr eine Kleinigkeit.

Damit komme ich gut zurecht, habe nie Hunger und bin so auch nicht in Gefahr einen Heisshunger zu entwickeln. Wenn ich unterwegs bin esse ich eben die Kleinigekeit, die ich mir mitgenommen habe. Ich lasse nie eine Mahlzeit ausfallen.

Der Effekt ist dass mein Körper sich darauf eingestellt hat. Er vertraut darauf ausreichend ernährt zu werden und deswegen bleibt der Heisshunger aus. Früher habe ich Abend immer riesen Portionen gegessen, heute kann ich viel weniger essen und wenn ich dann doch das Bedürfnis habe zuzulangen, sage ich mir dass ich satt bin und nichts mehr brauche und dass ich ja morgen früh um 8 Uhr wieder Nahrung bekomme. Und wenn alles nichts hilft kann ich um 22 Uhr noch was essen, deswegen brauche ich jetzt keine zweite Portion mehr. Und da der Snack um 22 Uhr in der Regel kalorienärmer als der zweite Teller vom Abendessen gewesen wäre, hilft das die Energiebilanz in Ordnung zu halten.

Wichtiger ist es aber für mich dass ich mit einer anderen Einstellung essen kann. Ich bin viel gelassener, ich weiß dass ich bald wieder eine Mahlzeit bekomme und mich deswegen jetzt nicht vollstopfen muss. Das war eine ganz wichtige Erfahrung für mich und es hilft mir von den riesigen Portionen weg zu kommen.

Ich kann mich noch daran erinnern dass mein Vater immer eine Art Sport mit uns gemacht hat. Er meinte immer dass die Soldaten immer nur zwei Mahlzeiten pro Tag bekommen hätten. Das Frühstück vor dem Marsch und dann das Abendessen im Lager. Dazwischen nichts. Und getrunken hätten sie auch wenig damit sie nicht so oft pinkeln mussten. Deswegen wäre es wichtig zu lernen auf Vorrat zu essen, damit man den ganzen Tag durchhält. Auf Familienwanderungen wurde das teilweise auch so gehandhabt. Als Kind habe ich das geglaubt und versucht nachzumachen. Wenn ich möglichst viel in mich hinein gestopft hatte wurde ich gelobt. Aber es gab wirklich zwischendurch absolut nichts. Zwischen den Mahlzeiten wurde eine Weile mal sogar die Küchentür abgeschlossen damit wir nichts naschen konnten. Die Folge war natürlich dass das Taschengeld für Süßigkeiten drauf ging.

Auch wenn ich dieses Verhalten schon lange als falsch angesehen hatte, steckte es doch noch drin, das heißt ich habe verlernt auf mein Hungergefühl zu hören. Ich hatte zwar eine totale Abneigung dagegen nach der Uhr zu essen, aber irgendwo musste ich ansetzen wenn ich mein Essverhalten verändern wollte und das schien mir sinnvoll. Es hat sich bestätigt. Ich habe mich an regelmäßige Mahlzeiten gewöhnt und esse sie auch inzwischen ohne Uhr. Selbst in meiner halbjährigen Pause vom Abnehmen habe ich die Zeiten in etwa eingehalten, ganz automatisch.

Jetzt, im Januar 2008, habe ich wieder mit dem Abnehmen angefangen und jetzt richte ich mich wieder genauer nach meinen selbst gewählten  Zeiten.

Es hilft mir sehr den Überblick zu behalten und auch gerade jetzt wo ich krank bin und schlecht gelaunt bin, vernünftig zu essen.

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