Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Essen als Belohnung – darf man das wenn man abnehmen will?

16 Sep

Autor: Requendel - Kategorie: Abnehmen mit Genuss, Blog Requendel, Der Innere Schweinhund, Diät-Tipps

Einer der Gründe aus denen ich dick geworden bin war, dass ich keine andere Art kannte mich zu belohnen, als durch ein schönes Essen. Ich kannte allerdings auch keine andere Art mich zu beruhigen als durch Essen, ich habe mich mit Essen getröstet und ich habe mit Essen gefeiert. Irgendwie habe ich alle Gefühle an Essen gekoppelt.

Im Laufe der letzen Jahre habe ich langsam gelernt das Essen von diesen Gefühlen zu entkoppelt, das heißt ich habe gelernt mit meinen Gefühlen anders um zu gehen als durch Essen. Stress baue ich gerne durch Sport ab oder durch einen Wutanfall (gegebenenfalls…) oder bei Kummer höre ich lieber Musik und handarbeite dabei oder rede mit Freunden oder schreibe. Mit den negativen Gefühlen kann ich inzwischen ganz gut anders als mit Essen umgehen. Die Gefahr neuen Kummerspeck anzusetzen ist also nicht mehr so groß.

Komischerweise sind es zur Zeit die positiven Gefühle die mir zu schaffen machen. Bei Feiern steht bei mir das Essen immer noch im Vordergrund. Geburtstage gehen bei mir nicht ohne einen Geburtstagskuchen und ein schönes Essen. Wenn mir etwas gelingt steht mir der Sinn sofort nach einem schönen Essen und wenn wir es uns gemütlich machen wollen stellt sich mir sofort die Frage nach dem Essen. Besonders aber ist es, wenn ich mich dafür belohnen möchte einen unangenehme Aufgabe bewältigt zu haben. Dieses Gefühl mir jetzt was Gutes zu tun, natürlich in Form von Essen, ist oft überwältigend.

Es hilft auch wenig dagegen an zu gehen, mein Schweinehund oder wer auch immer mir da in die Parade funkt, ist in diesen Zeiten stärker.

Also habe ich mich auf eine Aiqum-Maxime besonnen die lautet, dass nichts verboten ist. Ich weite es aus und erlaube mir eben, mich mit Essen zu belohnen. Der Effekt ist so wie es mit allen verbotenen Dingen war, die Gier danach wird kleiner sobald ich mir das Belohnungsessen erlaube. Wenn ich ganz gelassen akzeptiere dass ein schönes Essen eben eine Steigerung des Genusses bedeutet, dann wähle ich überlegt mein Essen aus und mir fallen oft auch ganz ungewöhnliche Gerichte aus, die meist wesentlich kalorienärmer sind als das was ich üblicherweise so gegessen habe.

Wenn ich also einen schwierigen angstbehafteten Termin hinter mich gebracht habe, dann renne ich nicht mehr sofort in den nächsten Bäcker-Laden und decke mich mit Plunderbebäck ein und die „Nordssee“ lässt mich auch kalt mit ihren Bremern und Wikingern. Im Moment steht mir oft der Sinn nach Steak oder Tartar und das kann man ja sehr kalorienarm zubereiten. Ein Knäckebrot mit Tartar, dazu Zwiebelringe und vielleicht ein weichgekochtes Ein, mir läuft jetzt schon wortwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Oft mach ich mir auch einen Krabbensalat  und genieße ihn mit zwei Scheiben  Knäckebrot oder Schnittchenbrot. Mit fettarmerMajonaise ist das gar nicht so schlimm. Auf jeden Fall besser als ein Wikinger und danach dänisches Plundergebäck.

Ja und immer öfter kommt es vor dass ich mir lieber ein gutes Buch gönne für das Geld das ich sonst für das Essen ausgeben würde.  Das geht aber nur weil ich mir vorher erlaubt habe mich mit Essen zu belohnen. Wäre das nicht der Fall gewesen hätte ich immer nur gegen den Drang angekämpft und hätte überhaupt nicht den inneren Freiraum gehabt mich nach Alternativen um zu sehen.

Irgendwo habe ich den Spruch gehört, dass Rebellion das Gleiche wie Anpassung sei. Beides hindert einen daran aus den gewohnten Bahnen heraus zu treten und andere Wege zu beschreiten. Wer rebelliert anerkennt aber doch die Existenz des Verbotes. Wenn mir das Verbot egal ist oder wenn ich es aufgehoben habe, dann brauche ich auch nicht mehr zu rebellieren und habe meinen Kopf und meine Fantasie frei um mich nach anderen Möglichkeiten um zu sehen.

„Nichst ist verboten!“

Dieser Satz ist der Kern meines Abnehmerfolges.

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