Ein Fressanfall bedeutet nicht das Ende des Abnehmens

Im Moment beschäftigt mich ein Thema besonders. Ich bin gerade dabei nach einer längeren Abnehmpause wieder in das Aiqum-Programm einzusteigen. In dieser Pause habe ich mich selbst und mein Essverhalten genau beobachtet und festgestellt was ich schon gelernt habe und wo es noch hakt.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden, ich habe in zwei Jahren genau 40 Kilo abgenommen. Von diesen zwei Jahren habe ich eine knapp halbjährige Pause gemacht, das heißt ich habe mein Essen und meine Aktivitäten nicht mehr aufgeschrieben, hatte nicht mehr die permanente Kontrolle über meine Energiebilanz.

Ich habe versucht das anzuwenden was ich bei Aiqum gelernt habe und das ist mir gut gelungen. Bei Aiqum angefangen habe ich mit 122 Kilo und mein Tiefstgewicht danach war 80 Kilo. Jetzt, nach der Pause und nach den ganzen Feiertagen, habe ich wieder 82 Kilo. Das ist ein guter Schnitt weil ich gemerkt habe dass ich das Gewicht sehr wohl halten kann.

In der letzen Zeit haben sich allerdings einige Gewohnheiten wieder eingeschlichen, die ich lange nicht mehr gekannt hatte und von denen ich hoffte sie los geworden zu sein. Es war ein kleiner Rückfall in alte Gewohnheiten. Ein paarmal ist es mir passiert dass ich nicht mehr bewusst gegessen habe sondern damit begonnen habe mir einfach so die Plätzchen in den Mund zu schieben. Das hatte mich erst zu Tode erschreckt und ich dachte dass jetzt alles umsonst gewesen wäre. Irgendwann kam ich dahinter dass genau dieser Satz: „Jetzt hast du doch wieder losgefuttert, jetzt ist es auch egal und jetzt kannst du eh essen was du willst.“, der eigentliche Rückfall war.

Aber wie das mit Rückfällen so ist, stürzt man nie gleich ganz die Leiter hinunter, sondern nur ein paar Stufen. Man kann den Rückfall zu jeder Zeit beenden und sich wieder aufrappeln. Je eher desto besser, denn dann muss man nur zwei oder drei Sprossen wieder hochklettern. Das Verkehrteste was man tun kann ist es dann gleich ganz aufzugeben und sich gehen zu lassen. Die Tatsache dass man rückfällig geworden ist ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil, den Rückfall aufzuhalten und wieder mit dem Klettern zu beginnen zeugt von Stärke. Und kein Rückfall ist umsonst, man kann aus jedem Rückfall lernen.

Ich habe für mich erkannt in was für Situationen, in was für Stimmungen, ich noch auf die alten Tröster, das Essen, zurückgreife. Das bedeutet dass ich noch nicht gelernt habe mit diesen Situationen anders umzugehen. Das zu lernen wird meine Aufgabe für die nächste Zeit sein. Und nur wenn man seine eigenen Grenzen erfährt kann man herausfinden wo die Schwachpunkte liegen.

Ich gehe sogar so weit dass der vielgenannte innere Schweinehund ganz nützlich sein kann, wenn man vernünftig mit ihm umgeht. Man kann ihn gut als Wachhund gebrauchen und so hat auch er seine Existenzberechtigung.

Mein guter Rat für alle die dabei sind abzunehmen und bei denen es mal nicht so gut klappt weil die alten Gewohnheiten wieder Macht bekommen haben ist, auf keinen Fall aufzugeben, es nicht zuzulassen gleich die ganze Leiter hinunter zu rutschen.

Besser ist es den Fall zu stoppen und sich erst mal um zu sehen auf was für einer Sprosse man nun hängen geblieben ist. Anschließend ist es gut tief durch zu atmen, innere Bilanz zu ziehen und die Lektionen die noch nicht sitzen zu wiederholen. Dann geht es auch mit dem Abnehmen weiter und das Gelernte kann zur neuen Gewohnheit werden.

Keine Angst vor Rückfällen, mit der richtigen Einstellung kann man sogar Nützliches daraus lernen.

One thought on “Ein Fressanfall bedeutet nicht das Ende des Abnehmens

  1. Mejore rápidamente sus condicijones actuales.

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