Diät durchhalten – Tipps aus der Praxis 1

Um eine Diät zum Abnehmen über lange Zeit durchzuhalten, muss man sich ganz und gar darüber klar sein warum man überhaupt diätet. Die Motivation muss stark sein so dass man auch über Krisen weg kommen kann.

Es gibt ein paar Tricks, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe. Immerhin habe ich 1 1/2 Jahr streng Diät gemacht und habe nun, nach einem halben Jahr Pause, wieder begonnen um weitere 10 Kilo in Angriff zu nehmen.

Hiermit möchte ich eine kleine Serie mit Tricks aus der Praxis beginnen.

Verbote gibt es nicht

Das ist für mich der wichtigste Satz und ich kann ihn nicht oft genug wiederholen. Sobald ich mir etwas verbiete, wird die Sehnsucht danach immer stärker, das ist menschlich. Und ich finde eine Diät sollte menschlich bleiben, sonst hält man sie nicht durch. Wenn man gesund abnehmen will bedeutet das ja dass man alle Makro-Nährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) im ausgewogenen Verhältnis zu sich nimmt. Um dieses Verhältnis kennen zu lernen und um es im Alltag umzusetzen, bedarf es bei den meisten von uns einer Ernährungsumstellung. Diese sollte sich allerdings am Alltag des Abnehmenden orientieren, langsam vollzogen werden und nicht auf traurigen Verzicht sondern auf bewussten Genuss beruhen. So ist die Wahrscheinlichkeit groß dass man mit der neuen Ernährungsweise auch über lange Zeit leben kann und dass man sie ganz und gar verinnerlichen kann.

Wie gut es gelingen kann, habe ich an meiner Pause gemerkt. Ich habe in diesem halben Jahr nur zwei Kilo zugenommen und das über die Weihnachtszeit. Zu Beginn der Pause habe ich eher noch etwas abgenommen.

Das bedeutet also dass man alles essen darf was man will, und wenn es ein Hamburger ist, aber man sollte sich dessen bewusst sein und ihn dann auch richtig genießen. (Diesen Satz wiederhole ich in diesem Blog sicher noch öfter wie ein Mantra)
So kommt keine Panik auf und kein: „Darf ich den NIE wieder…“ Mit Maßen und mit Genuss darf man alles essen.

Ab und zu vom Abwiegen der Zutaten und Portionen Pause machen

Um die Kalorien zu bestimmen, ist es ja unumgänglich dass man, besonders zu Beginn der Diät, recht genau die Mengen bestimmt. Eine Küchenwaage ist unerlässlich, die meisten von uns haben kein Gefühl mehr für die Mengen und Portionen. Ich benutze zwei Waagen. Eine normal Küchenwaage die ich auch zum Backen benutze, und eine kleine Diätwaage, die grammgenau misst.

Küchenwaagen

Zum Glück reicht es, wenn ich einmal die Zutaten und Kalorien (meist stehen sie ja schon auf der Packung oder ich finde sie in der Lebensmitteldatenbank die uns bei AIQUM der Online Diät die ich mache, zur Verfügung gestellt wird) erfasse und so kann ich immer darauf zurückgreifen. Das Berechnen der Kalorien übernimmt für mich dann das Programm. Aber etwas Arbeit ist es schon, alles aufzuschreiben was man isst und vor allem muss man sich daran gewöhnen vorher alles abzuwiegen. Viele schrecken davor zurück, obwohl es eine reine Gewohnheitssache ist und mit der Zeit immer einfacher und schneller wird.

Aber es kommt doch immer der Punkt an dem man keine Lust mehr hat dazu. Man möchte nicht jedes Lebensmittel sozusagen auf die Goldwaage legen, man möchte sich nicht die Portionen zuteilen, man möchte mal so richtig unbeschwert in Mengen schwelgen. Man braucht einfach mal Urlaub vom Diät halten. Wenn man aber doch in der negativen Energiebilanz bleiben will, muss man sich schon was einfallen lassen. Meine Idee dazu war die Suppenschlemmerei. Ich liebe klare Gemüsesuppen und das nutze ich auch. Gut dass es sehr fettarme Schinkenwürfel gibt. Eine solche Suppe hat wenig Kalorien wenn man fast nur Gemüse und Kräuter und wenig Kartoffeln und noch weniger Schinkenwürfel nimmt. Gerade so dass der Geschmack stimmt. Ein Beipspiel dazu findet sich auch hier. Davon koche ich immer einen riesen Topf voll und berechne dabei alle Zutaten. Meist ist es wirklich nicht viel und die Kalorien fügen sich ohne Probleme in meine Energiebilanz ein. Ich habe dann also einen riesigen Topf voll Suppe im Plan und kann davon essen soviel ich will. Oft sind es dann wirklich drei bis vier Suppenschalen voll, die ich davon verdrücke. Ich genieße es ohne abzumessen, ohne Einschränkung zu essen bis ich wirklich nicht mehr will. Auch wenn ich die letze Schale nur noch aus reiner Fresslust esse ist das für die Bilanz egal. Meist schaffe ich nicht mal die Hälfte von dem Essen und habe dann sogar noch einige Kalorien gut. Ich streiche aber nichts davon weg sondern friere den Rest der Suppe ein für Zeiten in denen mir mein Plan nicht reicht. Für jeden Tag ist das natürlich nichts, ich will ja lernen mit normalen Mengen aus zu kommen und mein Magen soll sich auch daran gewöhnen, aber ab und zu, wenn eben das Bedürfnis da ist, erlaub ich mir das schon mal.

Das sind vielleicht kleine Mogeleien, aber mir helfen sie dabei mein Bedürfnis nach Schwelgerei, kalorienarm zu befriedigen.

2 thoughts on “Diät durchhalten – Tipps aus der Praxis 1

  1. […] leichte Kohlsuppe mache ich immer dann, wenn ich mal ohne Mengenbegrenzung futtern will. Siehe auch hier. Sie ist leicht und gesund. Wichtig ist es dann man nur wenig fettarme Schinkenwürfel nimmt, etwas […]

  2. […] habe ich mir das Essen verboten. Ich habe gegen die erste goldene Aiqum Regel verstoßen, dass nichts verboten ist. Ich habe geknausert und nicht einmal zum Tee ein Plätzchen […]

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