Das volle Korn

Seit nun fast drei Jahren backe ich regelmäßig mein Brot selbst. Ich habe eine Getreidemühle und kann so mein Bio-Getreide immer frisch mahlen, das ist ein riesen Vorteil. Besonders weil man nicht nur Mehl zubereiten kann, sondern auch Getreideschrot in verschiedenen Feinheitsstufen.

Damit lässt sich das Getreide sehr vielfältig in der Vollkornküche verwenden, nicht nur für Brot und Kuchen.

Ich brauche keine Haferflocken mehr weil ich für ein Müsli lieber frischen Hafer grob schrote und eine Weile in Wasser einweiche. Der würzige Geschmack des Hafers kommt so besser zur Geltung und ganze Haferkörner lassen sich länger lagern, obwohl man bei dem relativ fettreichen Hafer auch aufpassen muß. Er hält sich auch im Ganzen nicht so lange wie bspw. Roggen oder Weizen. Haferschrot braucht nur kurz eingeweicht zu werden. Möchte man Müsli aus Weizen machen, schrotet man den Weizen mittelfein und weicht ihn über Nacht ein. Dann ist er auch roh genießbar als sogenannter Frischkornbrei.

Ich nutze Getreideschrot gerne um Suppen und Eintöpfe anzudicken, sie bekommen so einen ganz besonders würzigen Geschmack der gut mit dem frischen Suppengemüse harmoniert.

Im Sommer liebe ich Energiebällchen aus eingeweichten Haferschrot, vermischt mit Mandelmus, Honig, gehackten Trockenfrüchten. Es ist eine perfekte Nahrung für Unterwegs auf Wanderungen oder Festivals. Das geht auch in unzähligen Varianten. Sehr gut kann man auch frische Sprossen dazu verwenden. Lecker schmeckt auch die Pikante Variante mit etwas Quark, und würzigen Kräutern gemischt.

Ganz archaisch kann auch ein Teig aus eingeweichten Getreideschrot in dünnen Fladen auf heißen Steinen getrocknet werden. Ein Dörrgerät eignet sich auch gut dazu. Auch hier kann man Sprossen verwenden, die dann mit dem Schrot zusammen durch den Fleischwolf gedreht werden um einen homogenen Teig zu erhalten.

Unzählige Auflaufvariationen gibt es mit Getreide. Zum Teil aus ganzen, gekochten, Körnern und eingeweichten Schrot. Das schmeckt mit Grünkern besonders gut. Vermischen Sie einfach Quark mit den Körner und dem Schrot, fügen Sie nach Belieben Kräuter und vielleicht vorgekochtes Gemüse dazu, gut eignen sich Möhren und Knollensellerie in Würfeln, und lassen Sie das ganze im Ofen backen. Mit etwas Käse überstreut bekommt der Auflauf eine pikante Kruste.

Gerichte aus vollem Korn sind eine gesunde natürlich Quelle für viele B Vitamine.

Wer keine Getreidemühle hat und wem es zu lästig ist sich die Mengen im Reformhaus oder Bio-Laden mahlen zu lassen, kann sich eine güngiste Handmühle anschaffen, für kleine Mengen ist das eine gute Lösung. Vielleicht steht bei Ihnen noch eine alte Kaffeemühle herum, die eignet sich auch ganz wunderbar als Getreidemühle. Ich mein jetzt die wirklich alten Mühlen mit Handkurbel, die ein echtes Mahlwerk haben und nicht die Elektromühlen die die Bohnen oder Körner zerschlagen.

Körner sind auch meiner Alltagsküche nicht mehr weg zu denken und keineswegs nur in Form von Brot.

One thought on “Das volle Korn

  1. Simon

    Für die kleine Menge, die Für den Frischkornbrei benötigt wird reicht tatsächlich eine Hand-Getreidemühle, für knappe 50 Euro und auch klein genug um es sogar auf Reisen mitzunehmen. wer Brot backen möchte sollte die elektrische Variante wählen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>