Das Essen genießen – Feste feiern

Wenn man sich vornimmt abzunehmen, muss einem klar sein dass das ein Projekt ist, das sich möglicherweise über Jahre hinzieht. Es kommt ganz darauf an wie viel Gewicht man verlieren will und wie man vorher gelebt hat. Das bedeutet ob man schon viele Diäten ausprobiert hat und in wie weit man seinen Stoffwechsel schon geschädigt hat.

Dieser lange Zeitraum erschreckt einen erst einmal, man denkt dass man nun über Jahre weg auf alles Leckere verzichten muss und praktisch nur von Grünzeugs und Quark leben muss, oder über Jahre nur nach Plan essen darf.

Ich kenne das, ich hatte diese Ängst am Anfang meiner Abnehmzeit auch. Was für eine Erleichterung spürte ich als mir klar wurde dass das nicht so war. Nachdem ich die Grundregeln begriffen hatte verstand ich dass es nicht darum geht zu verzichten, sich den Genuss zu verbieten und dafür bis zur Erschöpfung Sport zu treiben, sondern dass es um ein gutes Gleichgewicht zwischen Energiezufuhr, das heißt Kalorienzufuhr, und Energieverbrauch geht.

Der Dreh und Angelpunkt beim Abnehmen ist die negative Energiebilanz und die kann man auf ganz individuellen Wegen erreichen. Kalorie bedeutet für das Abnehmen gleich Kalorie. Ob sie nun aus Schokolade kommt oder aus Salat und genau das lässt Raum für den Genuss, der für jeden von uns zum Leben gehört.

Wir sind soziale Wesen und Feiern und Genießen gehört zum Leben dazu. Niemand würde eine Lebensweise über längere Zeit durchhalten, wenn sie das Feiern und den Genuss verbieten würde. Tja und Genuss kann man nicht einfach per Kopfentscheidung umdefinieren. Es ist mir nie gelungen mir einzureden dass ich eine Schale Magerquark mit Stevia gesüßt genauso genieße wie ein üppiges Stück Kuchen. Der Magerquark mit Stevia taugt dazu den Süßhunger im Alltag zu stillen, für ein Fest wäre er aber wirklich zu traurig. Da darf es ruhig ein Stück Kuchen sein. Ja, es DARF ein Stück Kuchen sein. Das war wohl die wichtigste Lektion die ich gelernt habe. Ich darf essen und ich darf feiern, ich darf genießen. Und seitdem ich es mir erlaube, wird das Bedürfnis danach immer seltener. Es beschränkt sich seit einiger Zeit wirklich nur noch auf besondere Tage und Feste, die ich dann aber auch mit großem Genuss begehe und an denen ich mir nicht allzuviel Gedanken um das Essen mache.

Es ist nur ein Tag von ganz vielen. Und wenn ich an einem Tag viel esse, kann ich es an den anderen Tagen gut ausgleichen. Der Spruch dass man nicht von den Sachen dick wird die man zwischen Weihnachten und Sylvester isst sondern von denen die man zwischen Sylvester und Weihnachten isst, stimmt absolut. Das kann man auf alle Feste übertragen.

Nicht ein Festmahl macht dick, sondern das was man im Alltag zu sich nimmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>