Abnehmen und Ernährung
gesund Abnehmen durch richtige Ernährung – persönliche Erfahrungen

Abnehmen braucht Zeit, Geduld und Umdenken

15 Mrz

Autor: Requendel - Kategorie: Abnehmen ohne Hungern, Blog Requendel, Diätirrtümer und Diätmythen, Energiebilanz

Da kommt niemand dran vorbei!

Ich höre immer mit was für unrealistischen Erwartungen einige Menschen an das Abnehmen heran gehen. Die Enttäuschung ist so vorprogrammiert, oder die Gefahr besteht dass man auf Diätlügen setzt die nur kurzfristige Erfolge bringen und den Stoffwechsel noch weiter schädigen und in den Keller fahren.

Es braucht nun mal Zeit und Geduld und Beharrlichkeit, um jahrelange oder sogar jahrzehntelange Fehler in der Lebensweise wieder auszugleichen. Es braucht Zeit um schädliche Gewohnheiten zu ändern.

Oft höre ich die verzweifelte Frage was man denn noch machen kann, man esse doch nur noch so wenig sonst nähme man sofort wieder zu. Ich bin dann immer schon froh wenn sich diese Menschen an die 1200 Kalorien Grenze halten. Aber auch 1200 Kalorien sind auf Dauer zu wenig um den Stoffwechsel in Gang zu bringen.

Ist der Stoffwechsel durch Diäten geschädigt, dann muss er langsam und geduldig und Schritt für Schritt wieder aufgebaut werden. Auch das geht nicht von heute auf morgen. Wenn man jahrelang zu wenig, das heißt nur 1200 Kalorien und weniger gegessen hat, dann braucht der Stoffwechsel vor allem Nahrung um wieder vernünftig arbeiten zu können. Würde man plötzlich seine Kalorienzufuhr auf 1800 setzen, dann nähme man zu, das ist klar. Aber das Ziel ist ja abzunehmen. Jetzt muss man sich darüber klar sein dass es aktiver und gesunder Stoffwechsel der Dreh und Angelpunkt für das Abnehmen ist. Er muss also erst einmal gefüttert werden damit er aus dem Hunger-Modus heraus kommt. Gleichzeitig will man ihn nicht überfordern und möglichst auch nicht wieder zunehmen. Um das im Gleichgewicht zu halten muss man langsam und behutsam mich sich umgehen und den Stoffwechsel trainieren.

Also setzt man Schritt für Schritt seine Kalorienaufnahme hinauf, und wenn es nur in 50 Kalorien-Schritten ist. Dabei ist es wichtig diese Kalorien in Form von wertvoller und gesunder Nahrung voller Nährstoffe zu essen. Obst und Gemüse hat relativ wenig Kalorien und viele Nährstoffe. Um die Energiebilanz im negativen Bereich zu halten und so eine Abnahme zu ermöglichen, ist es natürlich gut möglichst viel Kalorien zu verbrauchen. Also macht man gleichzeitig mit der erhöhten Kalorienaufnahme mehr Sport und alles ist wieder im grünen Bereich.  So hat man sich wertvolle Nährstoffe zugeführt und die Energiebilanz ist negativ, also gut fürs Abnehmen.

Es kann dauern und es kann auch erst zu einer Zunahme führen. Aber irgendwann fängt der Körper an zu reagieren, der Stoffwechsel arbeitet besser und die Kilos schwinden dahin. Dazu kommt schon vorher ein besseres Körpergefühl. Es ist mehr Energie da, man ist nicht mehr ständig hungrig, die Lebenslust steigt weil man sich nicht mehr so mit dem Hunger quälen muss. Gleichzeitig sinkt die Gefahr von Fressanfällen, weil man ja ausreichend ernährt ist und der Stoffwechsel einem langsam wieder vertraut dass er genug Nahrung bekommt um dem Körper für seine Aufgaben Energie zu geben.

Also bitte nicht verzweifeln wenn man erst einmal zunimmt. Es ist immer wichtig sich klar zu machen wie man in den letzen Jahren gelebt hat und wie es um den Stoffwechsel bestellt ist. Die Geduld und die Beharrlichkeit zahlt sich aus und dann ist es umso schöner weil man mit Genuss essen kann und doch weiter abnimmt. 

Ein Punkt kommt noch hinzu. Meist hat man ja jahrelang mit Diäten und bestimmten Ernährungsweisen gelebt, man hat sich erkundigt und oft auch viel Geld für Bücher und Utensilien und Kurse und Pillen und Nahrungsergänzungen ausgegeben. Man war überzeugt davon weil man ja auch zu Beginn kurzfristig Erfolge hatte, man hat die Begeisterung weiter gegeben und vielleicht auch andere damit angesteckt. Oft hat man die mahnenden und kritischen Worte von Bekannten ignoriert, oft hatte man das Gefühl zu einer Elite zu gehören weil man jetzt wirklich das Geheimnis zum Abnehmen gelernt hat. Viele von den unseriösen Diäten arbeiten ja genau mit diesem Elite-Denken und machen den Teilnehmern weiß dass sie zu den wenigen gehören die die eigentliche und einzige Wahrheit kennen und dass nur sie zu Glück und Gesundheit kommen können. Dabei heraus kommt aber meist ein dünneres Konto, ein JoJo-Effekt und ganz viel Frust und Scham, wenn man erkennt auf etwas hereingefallen zu sein.

Viele von den Diätirrtümern sind so im Inneren verankert, dass es gelinde gesagt ein ganzes Weltbild zum einstürzen bringt wenn man sich klar macht dass man nicht mehr abnimmt je weniger man isst.

Wer gibt schon gerne vor sich selbst zu dass er jahrelang auf Irrtümer gebaut hat und dass er auf leere Versprechungen hereingefallen ist und dafür noch Geld ausgegeben hat?

Oft schämt man sich einfach dafür und es ist einem peinlich das zuzugeben.

Das ist schwer, das ist ein sehr schwerer Schritt, aber dieser Schritt ist die absolute Voraussetzung  um erfolgreich und gesund abnehmen zu können.

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Kommentare

Sie finden hier 3 Kommentare zu “Abnehmen braucht Zeit, Geduld und Umdenken”

  1. Gesund und erfolgreich Abnehmen meinte am 7. Juni 2013 - 15:58 Uhr

    […] Sie kalorienbewusst und bestimmen sie ihre persönliche Kaloriengrenze in Abhängigkeit von Gewicht und […]

    ID 8934

  2. Rosi meinte am 9. Juli 2014 - 10:05 Uhr

    Ein großes Problem ist die Sucht nach schnell verfügbaren Kohlenhydraten wie Brot oder Zucker. Würden wir in der Früh Fett- und Eiweißreich, am Mittag z.B. Hülsenfrüchte (langsam verfügbar) und am Abend erneut Fett- und Eiweißreich essen, dann hätten wir kein Übergewicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Kalorienzählerei nur eine sekundäre Rolle einnimmt.

    Vor allem Getreide ist unterdessen bekannt dafür, dass es ein Suchtverhalten, ähnlich diverser Drogen auslöst. Um dieses Verhalten zu löschen, müssen wir den Nukleus accumbens (Belohnungszentrum im Gehirn) löschen. Das schafft man im Fall von z.B. Zucker nicht mit irgend welchen Appetitzüglern oder Zuckerersatzstoffe. Das Belohnungszentrum kann man nur durch die Zeit und mit der Qual des Entzuges löschen. Hilfreich sind hier psychotrope Substanzen aus Pflanzenextrakten, wie sie z.B. in Vicolac slim enthalten sind. So habe ich meine Sucht nach Zucker und Getreide in den Griff gebracht.

    Wünsche jedem beim Abnehmen viel Erfolg.

    ID 20319

  3. Multiple Personality meinte am 26. Februar 2015 - 09:15 Uhr

    Nein, das ist kein generelles Problem. Ich frühstücke täglich Brot, nasche täglich etwas (Zuckerhaltiges) und meide KH überhaupt nicht. Auch nicht am Abend. Ich habe über 40 Kilo in 2 Jahren abgenommen. Gewohnheit geändert (Mittagspause kein schnelles Essen, lieber Spazierengehen, Hauptmahlzeit am Abend) + (nahezu) täglich Sport(Ausdauer/Kraft im Wechsel). Ich halte nichts davon Essen in Gut und Böse einzuteilen. Ich esse Alles , nichts ist verboten. Durch das langsame Abnehmen mit Sport ist mein ganzer Körper straff und sportlich, trotz der großen Abnahme. Zudem ergeben sich vernünftiger Umgang mit „ungesundem“ Essen mit der Zeit von alleine, wenn man sich nicht dazu zwingt. D.h. viele Dinge, die ich früher aß und mir jetzt auch nicht prinzipiell verbiete, habe ich faktisch in der Rückschau tatsächlich nicht mehr gegessen (Fast Food), einfach weil die Gelegenheit fehlte. Und trotzdem darf ich das. Was nützt es, wenn man alle möglichen Verbote aufstellt, sich strikt daran hält und sich dann nach jedem „Fressanfall“ (sowas kenne ich nicht) schlecht fühlt.
    Für die Vorposterin bin ich vermutlich Zucker- und Gereidesüchtig. Sie ist für mich Orthorektisch.
    Für mich ist nicht entschewidend was man its, nur wieviel. Abgenommen wird nicht in der Küche, sondern beim Sport. Das Gegenteil wird oft behauptet, ist aber langfristig nie erfolgreich.

    ID 22830

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