Algen in der Ernährung – der gesunde Gemüsegarten im Meer

Den Gedanken an Algen verbinden wohl viele Menschen weniger mit leckerem, gesundem Essen als mit Strandurlauben, in denen man sich durch ekelige rote oder grüne Algenansammlungen im Meer durchkämpfen musste. Doch zweifellos hat jeder, der schon mal Sushi gegessen hat oder generell der asiatischen Küche zugeneigt ist, schon mal Algen auf dem Löffel gehabt!

Was sind überhaupt Algen?

Grundsätzlich unterteilt man Algen in die Gruppe der Makroalgen und der Blaualgen (auch Blaugrünalgen genannt). Makroalgen sind das, was man sich klassisch unter Algen vorstellt, nämlich richtige Gewächse bzw. Pflanzen auf dem Meeresgrund. Zu ihnen zählen die Rot-, Braun- und Grünalgen. Die Blaualgen hingegen sind eigentliche keine Algen im eigentlichen Sinn, sondern ein Bakterium. Zu ihnen zählt auch die bekannte Spirulinaalge.

Welche Algen kann man essen?

Von den rund 40.000 bekannten Algenarten sind etwa 150 zum Verzehr geeignet. In der asiatischen Küche verwendet man Makroalgen. So wird zum Beispiel die Nori-Alge, eine Rotalge, als „Sushiverpackung“ verwendet und ist die bekannteste Küchen-Algen überhaupt. Nach Nori ist Wakame die zweitwichtigste japanische Speisealge. Sie kann Salaten beigefügt werden und findet auch Verwendung in der japanischen Misosuppe. Kombu, eine extrem jodhaltige Braunalge, wird insbesondere als Basis für Suppen benötigt, indem man sie auskocht und aus dem Sud dann eine Suppe bereitet. Dulse, eine Rotalge, wird speziell in Frankreich und Irland geschätzt und kann, kurz eingeweicht, auch ungekocht verzehrt werden.

Gesundheitlicher Nutzen

Algen enthalten enorm viele Vitamine und Mineralstoffe und sind auch reich an Eiweiß, aber sehr arm an Kalorien und Fett. Daher sind sie eine Bereicherung des Speiseplans aller gesundheitsbewussten und abnehmwilligen Personen. Je nach Sorte variieren natürlich die Inhaltsstoffe, aber generell kann man sagen dass Algen reich an Jod, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Phosphor, Kalzium und B-Vitaminen sind. Auch Selen bzw. Selenium sollte man nicht vergessen, dieses findet sich vorwiegend in Fisch, Fleisch und Innereien zu finden.

Algen und Jod

Manche Algen, wie z.B. die Kombu-Alge, enthalten extreme Mengen an Jod, weshalb Verbrauchschutz und Ernährungsexperten vor einem übermäßigen Verzehr dieser und anderer stark jodhaltiger Algen warnen. Speziell Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sollten hier vorsichtig sein.

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