Tipps gegen Frustessen

Seit längerem habe ich massiven privaten Stress, der sich leider sehr deutlich in meinem Essverhalten niederschlägt. Trotzdem kann ich zum Glück mein Gewicht im Rahmen halten, indem ich versuche, ganz bewusst dem Frustessen entgegenzuwirken. Das ist nicht einfach, aber es funktioniert (meistens). Ein paar Tipps und Erfahrungswerte, wie ich damit umgehe, möchte ich hier weitergeben.

Probleme nicht „schlucken“

Das ist eine Sache die ich wirklich lernen musste. Ich neige dazu – und ich glaube nicht dass es mir da allein so geht – Probleme buchstäblich in mich hineinzufressen. Statt dass ich in einer unangenehmen Situation offen meine Meinung sage und auch mal meine Rechte einfordere, schlucke ich meinen Ärger hinunter und tröste mich mit Schokolade & Co. Viel besser ist es, nicht alles zu schlucken sondern auch mal für sich einzustehen, sich wichtig zu nehmen, durchaus auch ein wenig „egoistisch“ zu sein. Das ist tatsächlich sehr befreiend und man braucht hinterher keine Trostschokolade mehr!

Die Macht der Gewohnheit

Viele Dinge sind reine Gewohnheit. Nie im Leben ist mir das so bewusst geworden wie im Lauf meiner mittlerweile fast 2jährigen Ernährungsumstellung. Es gibt so vieles, das man nur deshalb tut, weil man es „immer schon“ so gemacht hat, weil es dazugehört, weil es nun mal so ist. Auch die Tafel Schokolade nach einem Streit mit dem Partner, der Müsliriegel bei Stress im Büro etc. kann eine Gewohnheit sein. Wann immer man sich emotional schlecht fühlt, greift man zu Essbarem. Es geht auch anders und man kann sich andere „Reflexe“ regelrecht antrainieren. Das Geheimnis ist, sich ganz bewusst eine Strategie zurechtzulegen, wie man auf Stress, Frust, Kummer etc. reagieren möchte und dies dann in der Situation bewusst auszuführen. Das kann alles mögliche sein….. ein kurzer Spaziergang, 10x tief ein- und ausatmen, ein großes Glas Wasser trinken, einen Apfel essen – völlig egal was es ist, es muss nur etwas sein, das sich in einer „Notsituation“ auch tatsächlich durchführen lässt. Es geht einfach nur darum, einen Reflex zu schaffen, der einem in Fleisch und Blut übergeht. Klingt doof, funktioniert in der Praxis aber tatsächlich.

Frustessen ja, aber das Richtige

Eine weitere Möglichkeit: Wenn schon Frustessen, dann das Richtige! Nüsse zum Beispiel sind Nervennahrung pur, brauchen nicht viel Platz und sind lange haltbar. Wieso also nicht zu Hause, im Büro, im Auto eine Tüte Nüsse auf Vorrat halten. Als Stress- und Nervennahrung sind sie viel besser geeignet als Schokolade & Co.

Nicht immer lassen sich Frust und Ärger vermeiden, aber wenn man sich schon im vorhinein Strategien überlegt wie man im Notfall damit umgeht, stehen die Chancen gut, dem Frustessen zu entkommen!

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