Hipp-Diät: Abnehmen mit Babykost

Zerquetschte Bananen, pürierte Karotten oder Pastinakenmus – was dem Baby schmeckt, ist für Mama auch nicht schlecht und macht vielleicht sogar schlank? Abnehmen mit Babykost ist schon lange ein Trend, der immer mal wieder aus der Versenkung auftaucht, z.B. wenn Hollywood-Stars diese Diät mal wieder für sich entdecken.

Wie funktioniert die Hipp-Diät?

Ganz einfach: Pürierte Kost vom Frühstück bis zum Abendessen. Empfohlen wird eine tägliche Kalorienaufnahme von 1000kcal. Bei dieser Diät kann man, wenn man möchte, die Babykost selbst herstellen (Rezepte für Babybrei in allen Variationen gibt es massenhaft im Internet oder in Beikost-Büchern). Eine einfachere und überaus zeitsparendere Methode ist allerdings, dem Spitznahmen „Hipp-Diät“ entsprechend ganz einfach auf Babykost aus dem Glas zurückzugreifen. Hier heißt es nun, die Nährstoffangaben auf den Gläschen zu studieren und auszurechnen, wieviel man essen muss um auf 1.000 Tageskalorien zu kommen. Je nachdem für welche Sorten man sich entscheidet, kommt man auf bis zu 14 Gläschen Babykost pro Tag! Ob da das Baby nicht eifersüchtig wird?

Es gibt aber auch besonders Eifrige, die das Abnehmen mit Babykost insofern beschleunigen, als sie nur 3 Gläschen pro Tag zu sich nehmen. Morgens ein Glas püriertes Obst, mittags ein Menü und abends Brei (z.B. Grieß- oder Milchbrei) aus dem Baby-Sortiment.

Abnehmen mit Babykost: Pro und Contra

Ein Gewichtsverlust von einem halben bis einem Kilo pro Tag ist der Ansporn, diese Diät durchzuhalten. Tatsächlich gibt es Leute, die mit der Hipp-Diät sehr schnell große Gewichtsverluste erzielt haben. Der Lerneffekt bleibt bei dieser Diät allerdings leider wieder mal auf der Strecke, denn man lernt nicht, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Somit ist die Gefahr einer neuerlichen Gewichtszunahme nach der Diät groß.

Babykost ist außerdem logischerweise auf die Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern ausgerichtet. Die Nährstoffzusammensetzung ist für Erwachsene nicht geeignet und kann bei längerfristiger Durchführung der Babykost-Diät zu Mangelerscheinungen führen. Ein Pluspunkt ist allerdings, dass Babykost sehr stark kontrolliert wird und weitgehend frei von Schadstoffen ist. Ein großer Teil des Sortiments an Babynahrung wird in Bio-Qualität angeboten.

Als Contra-Punkt sei angeführt dass die Hipp-Diät ganz schön ins Geld geht. 14 Gläschen am Tag – da ist zumindest der Gewichtsverlust der Geldbörse garantiert! Viele Anwender beklagen außerdem das mangelnde Gefühl, eine „echte“ Mahlzeit gegessen zu haben. Pürierte Kost lässt das Kauen und Genießen schwer vermissen und wird stattdessen einfach nur hinuntergeschluckt. Ein echtes Sättigungsgefühl tritt bei 100g-Portiönchen auch nicht wirklich ein.

Abnehmen mit Babykost – Fazit

Bananen zerdrücken und Karotten zerquetschen – dazu braucht es eigentlich keinen besonderen Diätplan. Ein Babykost-Gläschen zwischendurch wird auch niemandem schaden, manche schmecken sogar recht gut, und als gesunder Snack für zwischendurch sind z.B. Obstgläschen tatsächlich ganz gut geeignet. Auch für unterwegs sind Babygläschen nicht schlecht. Zur ausschließlichen und längerfristigen Ernährung sind sie für erwachsene Personen aber nicht geeignet. Der Lerneffekt für eine vernünftige Ernährungsumstellung bleibt ebenfalls aus.

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